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Zahlen
10/14/2011

Google steigert Gewinn um ein Viertel

Das US-Internet-Unternehmen Google verdiente auch im dritten Quartal prächtig und steigerte seinen Gewinn um 26 Prozent. Dazu trug auch das stark wachsende mobile Werbegeschäft bei. Das mobile Google-Betriebssystem Android ist mittlerweile auf 190 Millionen Geräten weltweit installiert.

Google lässt sich von der drohenden Konjunkturflaute nicht von seinem Kurs abbringen. Eine rigide Kostenkontrolle und ein wachsender Werbemarkt bescherten dem weltgrößten Suchmaschinenbetreiber im dritten Quartal ein Ergebnis, das erneut die Experten verblüffte. Der Gewinn stieg um 26 Prozent von 2,17 Milliarden Dollar auf 2,7 Milliarden Dollar zu.  Der Umsatz legte um insgesamt ein Drittel auf 9,7 Milliarden Dollar zu, wie es in einer Unternehmensmitteilung vom Donnerstag hieß. Die Aktie setzte am Donnerstag nachbörslich zu einem Höhenflug an und notierte sechs Prozent im Plus mit 594,01 Dollar.

"Großartiges Quartal"
"Wir hatten ein großartiges Quartal", sagte Mitgründer und Firmenchef Larry Page am Donnerstag (Ortszeit) am Firmensitz im kalifornischen Mountain View. "Die Burschen zeigen mal wieder, dass sie zwar nicht immun sind gegenüber dem Markt, aber besser mit ihm zurechtkommen als die traditionellen Unternehmen", sagte Ben Schachter von Macquarie Research. Eine robuste Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens und ein starkes Geschäft mit Werbebannern und Anzeigen für mobile Geräte beflügelten das Quartalsergebnis. "Der Konzern spürt langsam eine gewisse Schwäche in West-Europa, aber das wird von der größeren Verbreitung seiner Produkte und den Schwellenländern wettgemacht, die immer wichtiger werden", sagte Schachter. Es war bereits das vierte Quartal in Folge, dass Google die Prognosen für den Umsatz übertraf.

"Harte Entscheidungen"
Google-Chef Larry Page bekräftigte sein Ziel, die Vielfalt der Produkte zurückzuschneiden und Geld in Geschäftsbereiche mit der Aussicht auf eine bessere Rendite umzuleiten. Google habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, 20 verschiedene Angebote vom Markt zu nehmen. "Wir müssen harte Entscheidungen treffen, worauf wir uns konzentrieren wollen", sagte Page, der im April das Ruder übernommen hat. "Aber wenn wir das nicht tun, dann enden wir mit Dingen, die nicht den Erfolg haben, den wir brauchen."

Android auf 190 Millionen Geräten
Der Konzern investiert weiter in sein schnell wachsendes Mobilfunk-Geschäft, mit dem es sich an die Fersen des iPhone-Herstellers Apple heften will. Googles Betriebssystem Android ist bereits die weltweit am meisten genutzte Software bei Smartphones und steckt inzwischen in 190 Millionen Geräten - Mitte Juli lag die Zahl noch bei 135 Millionen.

Der Konzern will sich zudem möglichst noch in diesem Jahr den Handy-Hersteller Motorola

und hat dafür 12,5 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Damit verschafft er sich Zugriff auf eines der größten Patent-Arsenale der Mobilfunkbranche und Fabriken zur Herstellung eigener Smartphones. Offen ist, wie bisherige Android-Kunden wie Samsung Electronics und HTC auf eine solche neue Konkurrenz reagieren.

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