B2B
31.08.2016

Google will Paypals Geschäfte in seiner Cloud abwickeln

Laut CNBC interessieren sich unter anderem auch Amazon und Microsoft für den Bezahlanbieter als Kunden.

Google steht einem Medienbericht zufolge davor, den Bezahldienst Paypal als Kunde für sein aufstrebendes Cloud-Geschäft zu gewinnen. Damit würde die Alphabet-Tochter Amazon und Microsoft ausstechen, wie CNBC am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, hieß es weiter.

Zudem dürfte Paypal kaum einen Umbau seiner Infrastruktur im vierten Quartal vornehmen, der wichtigsten Zeit Jahres im Online-Geschäft. Von keinem der vier Unternehmen war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten.

Tor zur Finanzindustrie

Googles Geschäft mit Speicherplatz und Rechnerkapazität im Internet wird seit Ende 2015 von der VMware -Mitgründerin Diane Greene geleitet. Unter ihrer Führung hat das Cloud-Geschäft des Internet-Konzerns unter anderem Home Depot als namhaften Kunden gewonnen. Auch Snapchat und Spotify nutzen Googles Wolke. CNBC zufolge wäre Paypal allerdings als Kunde von besonderer Bedeutung, weil der Online-Bezahldienst faktisch im Finanzsektor agiert. Experten gehen davon aus, dass viele klassische Banken einen Umstieg auf die Online-Technologie prüfen.

Amazon hat gegenwärtig die größte Wolke am Datenhimmel mit einem Marktanteil von 31 Prozent. Dahinter kommen Microsoft mit neun Prozent und IBM mit sieben Prozent. Google liegt dahinter mit vier Prozent.