B2B 22.10.2014

Handel unterschätzt Risiko von Cyberkriminalität

© Bild: Mila Gligoric - Fotolia/Mila Gligoric/Fotolia

Nur zehn Prozent der österreichischen Handelsunternehmen sind gegen Cyberkriminalität versichert, so eine neue Studie, die im Auftrag des Handelsverbands erstellt wurde.

Die Unternehmen verfügen zwar über ein relativ hohes Risikobewusstsein, aber dieses mündet selten in strategisch gestütztem Risikomanagement, heißt es in der Studie. Insgesamt wurden 23 österreichische Handelsunternehmen von der GrECo International AG im Auftrag des Handelsverbands zum Thema Risiko- und Versicherungsmanagement befragt.

Gegen Brand, Einbruch, Diebstahl und Betriebsunterbrechung wegen eines Sachschadens sind die meisten Unternehmen gut geschützt. Aber bei Cybercrime gibt es einen Handlungsbedarf, denn nur zehn Prozent hat sich dagegen mit einer Versicherung geschützt. Das erstaunt, denn bereits 35 Prozent der befragten Unternehmen wurden Opfer von Angriffen durch Schadsoftware und 40 Prozent empfinden das Thema als „bedrohlich“.

Der internationale Vergleich zeigt: Während IT-bezogene Risiken auf der Reihung der Top-Risikopotenziale international den dritten Platz belegen (Lloyds Risk Index 2013), rangiert Cyberkriminalität unter den befragten österreichischen Unternehmen nur auf Rang acht.

Überraschend ist auch, dass nur 60 Prozent der befragten Unternehmen Katastrophenrisiken absichern. Es ist zu vermuten, dass derzeit nicht von solchen Bedrohungen ausgegangen wird bzw. darauf vertraut wird, dass durch Streuung über verschiedene Standorte oder Vertriebskanäle die Unternehmensexistenz nicht gefährdet ist.

Erstellt am 22.10.2014