B2B
09/21/2012

Hardware-Geschäft bremst Oracle

Umsatz im ersten Quartal um zwei Prozent gesunken. Gewinn steigt dennoch.

Das flaue Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern bremst Oracle aus. Im ersten Geschäftsquartal fiel der Umsatz des erfolgsverwöhnten US-Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Mrd. Euro). Das angestammte Software-Geschäft konnte die Einbußen in der Hardware-Sparte nicht ausgleichen. Die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich.

Allerdings gelang es Oracle, den Gewinn um elf Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar zu steigern, wie das Unternehmen mitteilte. Grund waren unter anderem Kostensenkungen.

Oracle ist der Erzrivale der deutschen SAP, dem Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. Damit regeln Firmen etwa die Buchhaltung oder die Kundenverwaltung. Oracle ist führend bei Datenbanken, ist mit Zukäufen aber immer mehr in das angestammte Feld von SAP vorgestoßen.

Der für seine markigen Sprüche bekannte Oracle-Chef Larry Ellison gab in den vergangenen Jahren Dutzende Milliarden Dollar für Übernahmen aus. Unter anderem kaufte er vor zwei Jahren für 7,4 Milliarden Dollar den Firmenrechner-Spezialisten Sun Microsystems. Die gesamte Hardware-Sparte büßte nun fast ein Fünftel ihres Umsatzes ein.

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