B2B
02.05.2014

Hindernis für Facebook bei Oculus-Kauf

Der Oculus-Technikchef John Carmack soll im Zuge seines Wechsels vom Unternehmen ZeniMax geschützte Technologien mitgenommen haben.

Facebook ist beim milliardenschweren Kauf des 3D-Brillen-Spezialisten Oculus VR laut „Wall Street Journal“ auf ein Problem gestoßen. Der Spiele-Entwickler ZeniMax erhebe Anspruch auf Technologie in dem Gerät, berichtete die Zeitung am Donnerstag.

ZeniMax werfe dem bekannten Spieleentwickler John Carmack vor, er habe beim Wechsel zu Oculus im vergangenen Jahr geschützte Technologie mitgenommen, hieß es unter Berufung auf vorliegende Unterlagen. Ein Oculus-Sprecher sagte dem Blatt, man werde sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr setzen.

Der 43-jährige Carmack, der im Mittelpunkt des Streits zwischen Oculus und ZeniMax steht, ist einer der Pioniere moderner 3D-Spieleoptik. Er kam im vergangenen August als Technikchef zu Oculus VR.

Große Pläne

Facebook will das Unternehmen um bis zu 2,3 Milliarden Dollar (rund 1,7 Mrd Euro) kaufen. Während Oculus in der Vergangenheit überwiegend für den Einsatz im Gaming-Bereich konzipiert war, hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg große Pläne für Zukunft. Im Rahmen der Übernahme, die im März bekannt gegeben wurde, sprach Zuckerberg etwa von „einer neuen Kommunikationsplattform“, die durch die virtuelle Realität entstehen soll.