B2B
06.11.2012

Internet-Anbieter AOL erholt sich

Dank der Patentverkäufe und der effektiven Werbeallianz mit Yahoo und Microsoft konnte der einst größte Internet-Anbieter der Welt seine Umsätze stark verbessern. Zuletzt geriet AOL vor allem durch die Übernahme der Huffington Post in die Schlagzeilen.

Der einst weltgrößte Internet-Anbieter AOL kommt bei seinem Comeback-Versuch in kleinen Schritten voran. Der Konzern wies am Dienstag ein Plus beim Werbe-Umsatz von 7 Prozent auf 340 Mio. Dollar (266,1 Mio. Euro) aus. Dies war der stärkste Zuwachs seit sieben Jahren. Insgesamt stagnierten die Einnahmen aber bei rund 532 Mio. Dollar.

Der Nettogewinn lag im dritten Quartal bei 20,8 Mio. Dollar nach einem Verlust von 2,6 Mio. Dollar vor Jahresfrist. „Die Zahlen sehen großartig aus", sagte der Branchenexperte Andre Sequin von RBC Capital Markets. „Das Unternehmen geht weiter in die richtige Richtung."

Werbeallianz mit Yahoo und Microsoft
Der Internet-Pionier kämpft seit Jahren nahezu pausenlos gegen sinkende Einnahmen. Mit Rivalen wie Google und Facebook kann AOL nicht mehr mithalten. Werbekunden schalten dort sehr viel häufiger Online-Anzeigen. Um gegenzusteuern, versuchte sich AOL 2011 zusammen mit Yahoo und Microsoft in einer Werbeallianz. Zuletzt konzentrierte sich AOL auf neue Geschäftsbereiche und übernahm beispielsweise die US-Onlinezeitung „Huffington Post".

Geldregen dank Patenten
Im Frühsommer verkaufte AOL einen Großteil seiner Patente an Microsoft für eine Milliarde Dollar. Unter dem Druck eines Hedgefonds-Aktionärs hat AOL die Einnahmen aber an seine Anteilseigner weitergereicht.

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