B2B
09/19/2015

Internetportalanbieter Scout24 geht an die Börse

Der Betreiber von Plattformen wie Autoscout24 versucht erneut den Gang an die Börse. Die Papiere sollen ab 1. Oktober zum Preis von 26,50 bis 33,00 Euro angeboten werden.

Der Internetportalanbieter Scout24 wagt im zweiten Anlauf den Schritt an die Börse. Ab dem 1. Oktober sollen die Aktien des Unternehmens in Frankfurt gehandelt werden, wie Scout24 am Freitagabend in einer Mitteilung bekannt gab. Die Papiere sollen zum Preis von 26,50 bis 33,00 Euro angeboten werden.

Die Gruppe mit ihren Marken Immobilienscout24 und Autoscout24 erhofft sich aus einer Kapitalerhöhung und der Ausgabe von bis zu 8,5 Millionen neuen Aktien Erlöse in Höhe von etwa 225 Millionen Euro. Mit dem Geld will Scout24 Schulden zurückzahlen und weiteres Wachstum finanzieren, wie es in der Mitteilung heißt. Inklusive Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) liegt das Angebotsvolumen zwischen 899 Millionen und 1,056 Milliarden Euro.

Großer Ausverkauf

Die bisherigen Eigentümer wollen bei dem Börsengang Kasse machen und trennen sich von 21 Millionen Aktien. Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman sowie Blackstone, denen bisher zwei Drittel des Unternehmens gehören, wollen etwa 13 Prozent ihrer Anteile veräußern. Der frühere Eigner, die Deutsche Telekom, will 42 Prozent seiner Papiere abgeben.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Scout24 einen Umsatz von 342 Millionen Euro und verdiente operativ (Ebitda aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit) 149 Millionen Euro. Für Scout24 ist es der zweite Versuch, an die Börse zu gehen. Im Herbst 2014 hatte das Unternehmen seine Pläne wegen der damals schlechten Stimmung an den Märkten auf Eis gelegt. Die Zeichnungsfrist des nun anberaumten Börsengangs läuft vom 21. bis 30. September.