B2B
08.08.2016

Japans Wettbewerbshüter gehen gegen Amazon vor

Das Online-Kaufhaus soll Händler unter Druck gesetzt haben, ihre Produkte vergünstigt auf Amazon anzubieten.

Die japanische Wettbewerbsbehörde ermittelt gegen Amazon. Der Online-Handelsriese habe Händler in Japan unter Druck gesetzt, ihre Produkte bei Amazon günstiger anzubieten als bei anderen Anbietern, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Montag. Die Behörde habe Büros von Amazon durchsuchen lassen. Die Wettbewerbsbehörde erklärte auf Anfrage, der Bericht der Zeitung sei "nicht falsch". Amazon selbst war zunächst nicht zu erreichen.

Wegen ähnlicher Vorwürfe hatte im vergangenen Jahr die EU-Kommission Ermittlungen gegen Amazon gestartet. Dabei geht es um den Vertrieb elektronischer Bücher - Amazon ist mit seinem Lesegerät Kindle Marktführer in Europa. Das US-Unternehmen schreibt Verlagen vor, es über die Konditionen für die Konkurrenz zu informieren - für Amazon müssen sie dann mindestens ebenso gute Konditionen sicherstellen.