B2B
22.02.2017

Kapsch TrafficCom steigert Umsatz und Gewinn

Börsennotierter Mautsystemanbieter sieht sich auf Kurs. Nordamerika ist „wichtigster Wachstumsmarkt“.

Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahr 2016/17 mehr Umsatz und Gewinn erzielt. Operativ blieb das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 43 Mio. Euro (minus 0,7 Prozent) stabil. Der Periodengewinn stieg um 16,3 Prozent auf 29,4 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Das Finanzergebnis sei wegen geringerer Währungsverluste in den ersten neun Monaten über dem Wert des Vorjahreszeitraum gelegen. Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis sei durch die Akquisition des 48-Prozent-Anteils an der Betreibergesellschaft des Mautprojekts in Tschechien um 41 Prozent auf 30,1 Mio. Euro gestiegen.

Der Umsatz legte um 27,6 Prozent auf 483,8 Mio. Euro zu. Die per Anfang April von Schneider Electric gekaufte Transportation-Sparte ( Kapsch TrafficCom Transportation) habe 80,7 Mio. Euro zum Umsatz beigesteuert.

„Gut auf Kurs“

„Wir liegen weiterhin gut auf Kurs bei der Umsetzung unserer Strategie 2020“, so CEO Georg Kapsch. Die Gruppe wachse sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Dabei unterstützt die Profitabilität des Geschäfts mit Mautlösungen die Expansion im jungen Geschäftsbereich der intelligenten Mobilitätslösungen.

Wachstumsmarkt Nordamerika

Vertriebsseitig sei in Tschechien der Betrieb des Lkw-Mautsystems vorerst auf bis zu drei Jahre verlängert worden. In Österreich habe man den Zuschlag für die Errichtung und den technischen Betrieb des landesweiten Mautsystems für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen erhalten. Nordamerika sei „sicherlich der wesentlichste Wachstumsmarkt“. Neben einigen größeren Projekten rechnet Kapsch TrafficCom dort auch mit einer zunehmenden Anzahl kleinerer Aufträge.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 28,2 Prozent auf 172,2 Mio. Euro. Das Ebit sank um 10,3 Prozent auf 14,2 Mio. Euro. Der Periodengewinn stieg um 53 Prozent auf 9,3 Mio. Euro und das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis verdoppelte sich von 4,7 auf 9,5 Mio. Euro.