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B2B
04/25/2019

LG stellt Smartphone-Produktion in Südkorea ein

Es ist vielleicht der Anfang vom Ende für die LG-Mobilfunksparte, die bereits seit langem tief in der Krise steckt.

Es klingt wie der Anfang vom Ende einer Ära. Vor gar nicht allzu langer Zeit zählte der Elektronikkonzern zu den Vorreitern in Sachen Smartphones. Doch irgendwann konnte LG mit der Konkurrenz mithalten. Die Kunden griffen lieber zu Geräten von Samsung, Apple, Huawei oder Xiaomi. Das zeigte sich auch in den Geschäftszahlen.

Nun wird LG seine Smartphone-Produktion aus dem Heimatland Korea komplett abziehen und nach Vietnam verlagern, wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldet. Dabei geht es hauptsächlich um die Produktion der Flaggschiff-Modelle, die ungefähr zehn Prozent des Firmenumsatzes aus Smartphone-Verkäufen ausmachen.

Mit der Verlagerung der Produktion will LG die Herstellungskosten reduzieren und so auch die Verkaufspreise senken zu können. Der Abzug aus dem Heimatland heißt auch, dass auf den Flaggschiff-Modellen von LG künftig kein "Made in Korea" mehr stehen wird.

Tief in der Krise

LGs Smartphone-Sparte kämpft bereits seit längerer Zeit mit starken Verlusten. Das Geschäft mit Smartphones steckt bereits seit zehn Geschäftsquartalen in Folge in den roten Zahlen fest. Bereits im Jänner 2018 hieß es von LG, dass das Unternehmen nicht mehr jährlich neue Smartphones ankündigen will. Im vergangenen Quartal ist der Absatz von Smartphones abermals gesunken.