B2B 26.11.2014

Marktforscher: Wachstum im Tablet-Geschäft bricht ein

Eine Vorabversion von Android 5.0 auf einem Nexus 7 von Asus © Bild: Gregor Gruber

Das PC-Geschäft sieht Analysefirma IDC optimistisch entgegen. Doch der Tablet-Markt kommt 2014 laut IDC massiv ins Stocken.

Marktforscher sehen die Lage in dem von Rückgängen geplagten PC-Geschäft etwas weniger düster. Die Analysefirma IDC rechnet nach Angaben vom Dienstag für das laufende Jahr mit einem Absatzminus von 2,7 Prozent statt der bisherigen 3,7 Prozent. Im dritten Quartal gab der Markt demnach nur noch um 0,5 Prozent nach.

Die Verbesserung werde vor allem von den entwickelten Märkten getragen, so habe sich das Geschäft in Westeuropa und Japan besser als erwartet entwickelt. Ein Grund sei nach wie vor, dass Microsoft im Frühjahr die Unterstützung für das alte PC-Betriebssystem Windows XP einstellte. In Asien dagegen drückten die Smartphones und Tablets weiter auf den PC-Absatz.

Tablet-Markt stockt

2014 sollen die Tablet-Verkäufe gegenüber dem Vorjahr laut IDC weltweit nur um rund sieben Prozent wachsen. Für 2013 gab IDC das Wachstum noch mit 52 Prozent an.

Den langfristigen Ausblick am Tablet-Markt sieht IDC ebenso pessimistisch entgegen. So soll das jährliche Wachstum bis 2018 lediglich um die drei Prozent betragen.

Ein Grund für die negativen Prognosen sei, dass Kunden ihre Tablets weniger häufig gegen neue Geräte austauschen als von den Herstellern erwartet. Der Zwei-Jahres-Zyklus wie bei Smartphones greife auf dem Tablet-Markt nicht. Zudem geben viele ihre alten Geräte an Verwandte oder Freunde weiter. Außerdem würden die Innovationen bei Tablets enttäuschen, sodass es wenig Gründe gebe, sich ein neues Gerät anzuschaffen.

Android an der Spitze

IDC geht davon aus, dass 2014 insgesamt 235,7 Millionen Tablets verkauft werden. Den Löwenanteil mit 67,7 Prozent soll sich Android sichern. Danach kommen iOS mit 27,5 Prozent und Windows mit 4,6 Prozent.

Einen besonders starken Rückgang sieht IDC bei den iPad-Verkäufen. Sie sollen 2014 gegenüber dem Vorjahr um über 12 Prozent zurückgehen.

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Erstellt am 26.11.2014