B2B
16.11.2017

Massiver Jobabbau bei Siemens - Auch Wien betroffen

Der Konzern sieht Überschneidungen von Standorten Wien, Offenbach und Erlangen - Genaues Ausmaß des Stellenabbaus noch unklar.

Der massive Stellenabbau beim Siemens-Konzern hinterlässt auch Spuren in Österreich. Die Kürzungen im Bereich Kraftwerksplanung und Großturbinen werden auch den Standort Wien betreffen. Dies wurde bei einer Telefonkonferenz des Konzern-Managements mit deutschen Journalisten Donnerstagnachmittag deutlich. Das genaue Ausmaß des Stellenabbaus in Österreich ist weiterhin unklar. In Wien sowie an den deutschen Standorten Offenbach (Hessen) und Erlangen (Bayern) gebe es die gleichen Kompetenzen bzw. Beschäftigte, die das gleiche machen. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liege derzeit in Erlangen. Nun wolle das Management diese Kapazitäten dort bündeln, hieß es vom Siemens-Management. Alleine durch die Zusammenlegung des Lösungsgeschäft (Solutions) der deutschen Standorte Offenbach und Erlangen sollen 680 Arbeitsplätze wegfallen.

Dazu werde es noch Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geben. Es gehe um die sogenannten "white-collar"-Jobs, also Angestellte bzw. Ingenieure. Auf APA-Anfrage waren bei Siemens Österreich keine Zahlen zum hiesigen Jobabbau zu erfahren. "Es ist uns sehr wichtig, zuallererst unsere Mitarbeiter zu informieren. Nähere Informationen geben wir anschließend gerne bekannt", hieß es aus der Pressestelle. Bei Siemens in Österreich arbeiten derzeit 10.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 5.800 in Wien.

"Schmerzhafte Einschnitte"

Die Auftragsflaute in den Kraftwerks- und Antriebssparten bereitet dem Konzern schon länger Kopfzerbrechen. "Unsere Division Power and Gas kämpft seit längerem mit sehr schwierigen Marktverhältnissen und strukturellen Herausforderungen", sagte Konzernchef Joe Kaeser vor kurzem. "Wir müssen die Kapazitäten anpassen, auch wenn das schmerzhafte Einschnitte bedeutet", hatte es geheißen.

Insgesamt hat der Siemenskonzern heute, Donnerstag, weltweit fast 7.000 Stellenstreichungen angekündigt, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren erfolgen sollen. In Europa fallen - außerhalb Deutschlands - durch Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt gut 1.100 Stellen weg. Außerhalb Europas sind weitere 2.500 Stellen betroffen, davon 1.800 in den USA durch Konsolidierung in der Fertigung sowie in der Verwaltung.

Fragezeichen in Wien

Der massive Stellenabbau beim internationalen Siemens-Konzern hinterlässt auch Spuren in Österreich. Die Kürzungen im Bereich Kraftwerke und Großturbinen werden auch den Standort Wien betreffen. Dies wurde bei einer deutschen Telefonkonferenz des Konzerns Donnerstagnachmittag klar. In Wien sowie an den deutschen Standorten Offenbach und Erlangen gebe es die gleichen Kompetenzen bzw. Beschäftigte, die das gleiche machen. Hier wolle der Konzern die Kapazitäten "bündeln". Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liege derzeit in Erlangen.

Dazu müsse es nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geben, hieß es. Es gehe um die sogenannten "white-collar"-Jobs, also Angestellte. Das genaue Ausmaß des Stellenabbaus bleibt derzeit unklar. Auf APA-Anfrage war bei Siemens Österreich keine Auskunft dazu zu erhalten. Die Auftragsflaute in den Kraftwerks- und Antriebssparten bereitet dem Konzern schon länger Kopfzerbrechen. "Unsere Division Power and Gas kämpft seit längerem mit sehr schwierigen Marktverhältnissen und strukturellen Herausforderungen", sagte Konzernchef Joe Kaeser vor kurzem. "Wir müssen die Kapazitäten anpassen, auch wenn das schmerzhafte Einschnitte bedeutet", hatte es geheißen.