Eine Frau mit einem VR-Headset und Controllern in den Händen interagiert mit einer virtuellen Welt.
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Endgültiges Aus für Metas VR-Welt "Horizon Worlds"

Der Facebook-Konzern Meta macht seine verlustreiche virtuelle 3D-Welt Horizon Worlds endgültig dicht. Sie werde noch bis zum 15. Juni als Version in virtueller Realität über die Quest-Headsets des Unternehmens verfügbar sein, kündigte Meta an. Danach soll es nur eine Variante für Mobilgeräte wie Smartphones geben.

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Wie Wired berichtet, wird die App schon Ende März aus dem App-Store für Quest-Brillen verschwinden. Bestehende Nutzerinnen und Nutzer werden im Zuge der Einstellung Meta Credits, Avatare, sowie digitale Kleidung und In-App-Käufe verlieren.

Mehr als 20 Millionen verkaufte VR-Headsets

Die dritte und jüngste Generation des Quest-Headsets kostet derzeit 550 Euro, die Nutzung von Horizon Worlds ist kostenlos. Bis März 2023 hatte Meta fast 20 Millionen Stück verkauft, aktuellere Zahlen sind nicht bekannt. Laut einem erst wenige Tage alten offiziellen Blogpost war die Zahl einzelner Nutzer von Meta-Quest-Headsets vergangenes Jahr höher als je zuvor - "die Gerüchte zum Tod von VR waren stark übertrieben", heißt es dort.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte über Jahre versucht, virtuelle Realität (VR) als nächste Computer-Plattform zu etablieren. Auch die Umbenennung des Konzerns von Facebook zu Meta im Jahr 2021 hing damit zusammen: Der Name lehnt an die Bezeichnung "Metaverse" für virtuelle Welten an.

Hohe Verluste

Doch die Sparte Reality Labs, in der die Quest-Headsets und Horizon Worlds entwickelt wurden, schrieb Quartal für Quartal operative Verluste von mehreren Milliarden US-Dollar.

Unterdessen wurde Künstliche Intelligenz zum neuen Fokus für Zuckerberg. Er will im Rennen um die KI-Zukunft Rivalen wie den ChatGPT-Erfinder OpenAI sowie Google schlagen. Dafür soll Meta in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren stecken.

Neuer Fokus auf KI-Brillen

Bei Reality Labs werden allerdings auch die Meta-Brillen mit Kamera, Mikrofon und kleinen Lautsprechern entwickelt, die nur unwesentlich klobiger als herkömmliche Gestelle sind. Über die unter den Marken Ray-Ban und Oakley verkauften Brillen können Nutzer mit der Meta-KI interagieren und ihr zum Beispiel Fragen zu ihrer Umgebung stellen. Die Software soll unterdessen dank der Brillen sehen und hören, was die Nutzer gerade sehen. Wie kürzlich bekannt wurde, werden teils intime Aufnahmen der KI-Brillen von Datenarbeitern in Kenia gesichtet.

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Meta betont zugleich, dass man die virtuelle Realität nicht grundsätzlich aufgebe. Sie habe sich zwar nicht so schnell entwickelt wie erhofft - aber die Branche wachse. So werde man weitere VR-Headsets herausbringen und sie auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen zuschneiden. Der Konzern hatte bereits mehrere hauseigene VR-Studios geschlossen und die Version der Horizon-Plattform zur beruflichen Nutzung dichtgemacht.

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