B2B
09.07.2015

Jobabbau: Finnland will von Microsoft Datenzentren

Finnlands Wirtschaftsminister Olli Rehn verweist auf frühere Zusagen des US-Konzerns und will Datenzentren als Kompensation für verlorene Jobs.

Finnlands Wirtschaftsminister Olli Rehn erwartet sich von Microsoft neue Großprojekte als eine Art Wiedergutmachung für die geplante Streichung von 2.300 ehemaligen Nokia-Arbeitsplätzen in Salo, Espoo und Tampere. Rehn sagte in einem Interview mit der finnischen Nachrichtenagentur STT am Donnerstag, er erwarte sich mehr und größere Initiativen des US-Konzerns als bisher. Vor einigen Monaten hatte Microsoft Pläne für die Eröffnung eines kleineren Datenzentrums in der südfinnischen Region Uudenmaa (Neuland) angekündigt, ohne den genauen Standort, dessen Größe oder sonstige Details bekannt zu geben.

Microsoft soll Finnland bereits bei der Übernahme der Handy-Sparte von Nokia vor zwei Jahren zugesichert haben, früher oder später zu erwartende Einsparungen im Personalbereich durch die Investition in derartige Serverfarmen in der Höhe von 250 Mio. Dollar (226,78 Mio. Euro) zu kompensieren. Die bisher bekannten Pläne von Microsoft entsprächen jedenfalls nicht den Erwartungen der Regierung, so Rehn in dem Interview. Microsoft-Finnland-Sprecher Max Mickelsson wollte zu Rehns Äußerungen laut STT nicht Stellung nehmen, sagte jedoch, man müsse die geplanten Investitionen von Microsoft in Finnland "in ihrer Ganzheit betrachten". Es gehe hierbei "nicht nur um die monetären Sichtweise". Microsoft betreibt in Europa größere Datenzentren unter anderem in Österreich, den Niederlanden und Irland.