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Übernahme

Mobile Werbung: Wiener Firma für 17,6 Mio. Dollar gekauft

MobFox bezeichnet sich als größte europäische Plattform für Mobilwerbung. Das Wiener Unternehmen entwickelt Technologie für den Onlinehandel von Video- und Banner-Werbung auf Mobilgeräten. MobFox hat Niederlassungen in Wien, San Francisco und Paris. Zu den Kunden zählen unter anderem Nike oder die New York Times.

Übernommen wird die Firma nun von der Matomy Media Group, einem von Tel Aviv aus operierenden Anbieter von Online-Werbetechnologie, der an der Londoner Börse gelistet ist. Matomy zahlt für die Übernahme von MobFox 10,1 Millionen Dollar in bar und 7,5 Millionen Dollar in neu ausgegebenen Aktien für MobFox. Die Teilhaber von MobFox erhalten zusätzliches Geld, gemessen an der Finanzleistung des Unternehmens zwischen 2015 und 2017.

"Das Geschäft von MobFox passt perfekt zu unserer Vision und komplettiert unsere leistungsbasierten Werbefähigkeiten", sagt Matomy-CEO Ofer Druker gegenüber der NASDAQ.

Marke und Mitarbeiter bleiben

MobFox-Gründer und CEO Julian Zehetmayr kommentiert die Übernahme gegenüber der futurezone so: "Wir haben Matomy vor vier Monaten kennengelernt. Es hat sich herauskristallisiert, dass das eine gute Partnerschaft ist." Die Marke MobFox soll auch in Zukunft existieren: "Das Unternehmen bleibt bestehen, die Marke bleibt gleich. Wir bekommen allerdings zusätzliche Unterstützung von Matomy und können auf deren Ressourcen zugreifen."

Derzeit beschäftigt MobFox 19 Angestellte, der Großteil davon arbeitet im Büro in London. Vorerst bleiben alle Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten. Erst vor kurzem ist die französische Werbeagentur Publicis bei Matomy eingestiegen. "Das war eine gute Nachricht für uns", sagt Zehetmayr. Publicis ist ein Werbegigant. Das wird uns sehr weiterhelfen, unser Geschäft und unsere Verkäufe voranzutreiben."

Auf den Weg gebracht wurde die MobFox-Übernahme von Markus Wagner vom österreichischen Startup-Inkubator i5 Invest.

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