B2B
13.02.2012

Olympus erwartet Minus

Trotz Umsatzplus dürfte der Kamerahersteller 310 Millionen Euro Verlust machen

Der von einem Bilanzskandal erschütterte Kamerahersteller Olympus rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit roten Zahlen. Wie das Unternehmen am Montag bekanntgab, dürfte zum Bilanzstichtag 31. März unter dem Strich ein Fehlbetrag von 32 Milliarden Yen (rund 310 Millionen Euro) anfallen. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 3,9 Milliarden Yen erwirtschaftet. Der Umsatz soll jedoch von 847 Milliarden Yen auf 854 Milliarden Yen (8,3 Milliarden Euro) steigen, hieß es. Der im vergangenen Jahr aufgeflogene Bilanzskandal hatte die Kapitalbasis des Unternehmens deutlich geschwächt. Olympus erwägt daher laut Medien mögliche Kapitalallianzen mit mehreren japanischen Elektronikunternehmen, darunter Sony und Fujifilm.

Außerordentliche Aktionärsversammlung geplant
Bei Olympus waren über Jahre mit Hilfe aufgeblähter Übernahmedeals nach bisherigen Erkenntnissen Verluste von 134,8 Milliarden Yen verschleiert worden. Der amtierende Konzernchef Shuichi Takayama und 18 weitere frühere und aktive Manager sowie Buchprüfer wurden auf Schadenersatz verklagt. Am 20. April plant Olympus eine außerordentliche Aktionärsversammlung. Dabei soll eine neue Führung eingesetzt werden. Im 3. Quartal fiel ein Verlust von 756 Millionen Yen an, nach einem Gewinn von 2 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 210 Milliarden Yen.

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