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24.08.2012

Olympus trennt sich von Mobilfunkgeschäft

Wird um eine halbe Milliarde Euro an japanische Investoren verkauft

Der nach einem milliardenschweren Bilanzskandal in Bedrängnis geratene Kamera- und Medizingerätehersteller Olympus trennt sich von seinem Mobilfunkgeschäft. Die Sparte gehe für umgerechnet rund 538 Mio. Euro (53 Milliarden Yen) an den Investmentfonds Japan Industrial Partners, erklärte Olympus am Freitag in Tokio. Dafür werde die Olympus-Tochter ITX aufgespalten und der dort maßgeblich für das Handygeschäft verantwortliche Teil an den Fonds verkauft. Der andere Part bleibe bei Olympus. Olympus selbst hatte für den Kauf von ITX in den Jahren 2000 bis 2011 in mehreren Schritten insgesamt 608 Mio. Euro (60 Milliarden Yen) auf den Tisch gelegt.

Um seine Finanzen nach dem Bilanzskandal aufzubessern, will sich Olympus von Sparten außerhalb seines Kerngeschäfts mit Kameras, Mikro- und Endoskopen trennen. Zudem suchen die Japaner nach einem kapitalstarken Partner und verhandeln derzeit mit dem heimischen Elektronikriesen Sony sowie mit FujiFilm. In dem über 90 Jahre alten Traditionsunternehmen Olympus hatten Verantwortliche über 13 Jahre lang Falschbilanzierungen über rund 1,3 Mrd. Euro vertuscht.

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