B2B
08.09.2015

Samsung baut in Südkorea 10.000 Stellen ab

Das koreanische Unternehmen will Mitarbeiterzahl um 10 Prozent verringern. Grund dafür ist das schleppende Galaxy-Geschäft.

Laut Korea Economic Daily steht der Elektronikkonzern Samsung vor einer Reduzierung seiner Mitarbeiter im Hauptquartier Suwon um zehn Prozent. Das entspricht rund 10.000 zu streichenden Stellen. Betroffen sind vor allem Abteilungen wie Personal, Finanzierung und Public Relations. Ermöglicht werden soll dies vor allem durch einen Nachbesetzungsstopp. Die anonyme Quelle der Zeitung ließ außerdem verlautbaren, dass Gemeinkosten nächstes Jahr um die Hälfte reduziert werden sollen.

Die Konzernführung sieht sich aufgrund des trägen Smartphone-Geschäfts mit den neuesten Galaxy-Modellen zu diesen Schritten veranlasst. Der Gewinn des weltgrößten Telefonherstellers wird im dritten Quartal auf rund 4 Milliarden Euro geschätzt. In den letzten fünf aufeinanderfolgenden Quartalen fiel dieser jedoch, die längste Periode seit 1983. Seit April verlor Samsung fast 40 Milliarden Euro an Firmenwert.

Zuletzt büßte das Unternehmen drei Prozent Marktanteil des globalen Smartphone-Markts ein und ist nicht mehr Spitzenreiter am bedeutenden chinesischen Markt. Im High-End-Bereich hat zurzeit Apple die Nase vorn und in den unteren Segmenten setzen Samsung u.a. billigere, chinesische Hersteller wie Xiaomi und Huawei zu.