B2B
04.07.2012

Samsung will Verkaufsverbot mit Update umgehen

Gerät soll wieder am US-Markt zugelassen werden

Trotz einer Niederlage im Patentstreit mit Apple will Samsung sein Android-Smartphone Galaxy Nexus weiter in den USA verkaufen. Um das gerichtliche Verkaufsverbot zu umgehen, plant der südkoreanische Hersteller ein Software-Update. Dieses wird gemeinsam mit dem Internetkonzern Google entwickelt, der hinter dem Betriebssystem steht. Die Auslieferung des Patches stehe unmittelbar bevor, erklärte Google am Dienstag (Ortszeit) gegenüber dem Technologie-Blog „All Things D". Eine Richterin in Kalifornien hatte per einstweiliger Verfügung den Verkauf des Gerätes gestoppt und am Dienstag einen Einspruch von Samsung abgeschmettert. Der Hersteller kann noch vor ein Berufungsgericht ziehen.

Im beanstandeten Patent geht es um die universelle Suche auf mobilen Geräten, die auch in der Spracherkennungssoftware Siri von Apple zum Einsatz kommt. Google müsste daher nach Einschätzung des Patentexperten Florian Müller diese Funktion aus seinem Android- Betriebssystem entfernen, um die Rechte von Apple nicht zu verletzen.

Mehr zum Thema

  • Samsung: Schlappe im Galaxy-Nexus-Patentstreit
  • Patente: Rückschlag für Samsung gegen Apple
  • Apple erwirkt Verkaufsstopp für Galaxy Nexus
  • 29 Milliarden Dollar Kosten durch Patent-Trolle
  • USA: Apple stoppt Verkauf von Galaxy-Tablet
  • Urteil: Apple muss Samsung Schadenersatz zahlen