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Finanzen
05/23/2011

Sony: Datenklau verursacht 123 Mio. Euro Schaden

Der Elektronikkonzern kommt nicht zur Ruhe und rechnet für 2010/11 mit einem Nettoverlust von 2,24 Milliarden Euro. Wie das Security-Unternehmen Sophos berichtet, finden die Pannen bei Sony kein Ende. Nun tauchte auch eine User-Datenbank der griechischen Sony-Seite im Netz auf.

Der japanische Elektronikriese Sony Corp rechnet für das im März abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust statt wie bisher mit einem Gewinn. Für 2010/11 revidierte der Konzern am Montag seine Prognose auf einen Nettoverlust von umgerechnet 2,24 Milliarden Euro (260 Mrd. Yen). Zuvor hatte Sony einen Gewinn von gut 600 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die Kosten im Zusammenhang mit dem schweren Erdbeben bezifferte Sony für das laufende Geschäftsjahr auf geschätzt 150 Milliarden Yen. Der im April bekannt gewordene Datenklau werde mit 14 Milliarden Yen zu Buche schlagen - das sind umgerechnet 122,9 Millionen Euro.

Das Beben und der darauffolgende Tsunami hatten zu erheblichen Schäden an Sonys Fabriken im Nordosten des Landes geführt, die Lieferkette unterbrochen sowie die heimischen Nachfrage einbrechen lassen. Die bisherige Prognose für das alte Geschäftsjahr hatte der Konzern vor der Naturkatastrophe vom 11. März abgegeben.

Angriff auf griechische Sony-Seite
Wie Sophos in seinem Unternehmensblog berichtet, wurde Sony erneut Opfer eines Angriffs. Eine Datenbank mit Usernamen, Klarnamen und E-Mail-Adressen landete im Netz. Betroffen ist in diesem Fall der griechische Webauftritt sonymusic.gr. Die Daten wurden offenbar mittels einer SQL-Attacke zumindest teilweise ausgelesen. Dabei wurden Schwachstellen in Datenbanken ausgenützt, die dazu verwendet werden können, um Daten auszuspähen.

Sophos zufolge scheint die Datenbank allerdings unvollständig. So dürften die ebenfalls aufscheinenden Passwörter nicht funktionieren bzw. könnten nachträglich eingefügt worden sein. Der Security-Hersteller rät dennoch allen Usern, die auf der griechischen Sony-Seite einen Account besitzen, ihre Passwörter unverzüglich zu ändern.

Dass man auf Sony weiter hinhaue, obwohl es bereits am Boden liege, sei zwar grausam. Wenn das ganze vorüber sei, könnte Sony jedoch zum am besten abgesicherten Unternehmen im Netz mutieren, sieht Sophos einen positiven Nebeneffekt der Sicherheitsmisere.

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