B2B
09/01/2015

Springer und Samsung bündeln Kräfte im Digitalgeschäft

Die beiden Konzerne wollen neue digitale Medienformate entwickeln. Noch dieses Jahr will man mit einer neuen Plattform in Deutschland und Polen starten.

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer und der südkoreanische Elektronikriese Samsung haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten, wollen sie neue digitale Medienformate für Nutzer in Europa entwickeln.

Fokus auf Online-Journalismus

Kernpunkt der Zusammenarbeit seien die drei Bereiche Inhalte, Marketing und Technologie. Samsung-Chef JK Shin und Springer-Chef Mathias Döpfner hätten eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Döpfner betonte, man habe sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit der Samsung-Spitze über die Möglichkeiten für den Journalismus in der digitalen Welt ausgetauscht.

Der Herausgeber von "Bild" und "Welt" verlagert sein Geschäft zunehmend ins Internet. Im vorigen Jahr steuerte Springers Digitalsparte mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz bei und mehr als 70 Prozent zum Gewinn. "Das klingt nach einem guten Deal. Samsung ist ein großer wichtiger Partner", sagte Commerzbank-Analystin Sonia Rabussier. "Springer versucht Inhalte auf möglichst vielen Kanälen anzubieten."

Vorerst Deutschland und Polen

Als erstes Ergebnis der neuen Partnerschaft stellen die Berliner und die Südkoreaner die Beta-Version von "Upday" vor, einer Plattform für Nachrichteninhalte. Ab Donnerstag kann die kostenlose App in Deutschland und Polen von allen aktuellen Samsung-Geräten heruntergeladen werden. Im Frühjahr 2016 soll der Marktauftritt vollständig vollzogen werden, dann wollen die Firmen auch andere große europäische Märkte ins Visier nehmen.