epa03699439 Employees of online retailer Amazon take part in a strike in Bad Hersfeld, Germany, 14 May 2013. Workers employed by the US internet retailer in Germany launched a strike as part of a campaign for better pay and benefits. EPA/UWE ZUCCHI

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B2B
10/06/2013

Streiks bei Amazon vor Weihnachten angedroht

Die deutsche Gewerkschaft Verdi will den Online-Versandhändler bei Gehaltsverhandlungen an einem wunden Punkt treffen.

Im Kampf um einen Tarifvertrag bei Amazon in Deutschland droht die Gewerkschaft Verdi dem Versandhändler mit Arbeitsniederlegungen im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft. "Ich würde mich an Amazons Stelle nicht darauf verlassen, vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können", sagt Verdi-Sekretär Heiner Reimann der neuen Ausgabe des "Spiegel". Die Gewerkschaft wolle dann zum Ausstand aufrufen, wenn es Amazon besonders wehtue.

Bereits im September hatten mehrere hundert Amazon-Beschäftigte in den Verteilzentren Leipzig und Bad Hersfeld die Arbeit niedergelegt. Noch unklar ist, ob die Streiks neben Leipzig und Bad Hersfeld auch auf andere Standorte aus gedehnt werden sollen.

Amazon verteidigt Bezahlung

Verdi fordert von Amazon eine Bezahlung, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entspricht. Das Amazon-Management lehnt Verhandlungen darüber ebenso wie eine Tarifbindung bisher ab. Man sehe für Kunden und Mitarbeiter keinen Vorteil in einem Tarifabschluss, erklärt Amazon. Die derzeitigen Löhne lägen über dem Branchenschnitt.

Verdi will nur dann von neuen Streiks absehen, wenn Amazon bereit sei, ernsthaft zu verhandeln, heißt es.