Symantec verkauft Veritas

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B2B
08/11/2015

Symantec verkauft Datenspeicher-Tochter um 8 Mrd. Dollar

Der US-Softwareanbieter Symantec verkauft seine Datenspeicher-Tochter Veritas für 8 Mrd. Dollar in bar. Das Unternehmen gehe an ein Konsortium.

Symantec-Aktien verteuerten sich im vorbörslichen US-Handel um 7 Prozent. Veritas kämpft seit längerem mit einer schwachen Nachfrage für seine Dienstleistungen. Symantec hatte das Unternehmen 2005 für 13,5 Mrd. Dollar erworben und große Hoffnungen damit verbunden.Im vergangenen Jahr kündigte der Konzern dann aber an, Veritas abzuspalten, um sich auf das Geschäft mit Anti-Viren-Software wie Norton zu konzentrieren. Diese Sparte erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 4,2 Mrd. Dollar, während es bei Veritas 2,5 Mrd. Dollar waren.

Veritas bietet Software für Speicher- und Serversysteme an, Symantec stellt unter anderem Virenschutzprogramme her. Der Technologiemanager Bill Coleman soll Vorstandschef von Veritas werden.
Symantec-Chef Michael Brown rechnet durch das Abstoßen von Veritas mit einem Nettoverkaufserlös von 6,3 Mrd. Dollar und will das laufende Aktienrückkaufprogramm um zunächst 1,5 Mrd. Dollar aufstocken. Finanzinvestor Carlyle, der dem Konsortium vorsteht, verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen im Umfang von rund 193 Mrd. US-Dollar und investiert rund um die Welt in viele Branchen.