B2B
01.08.2012

Tele 2 überlegt Einstieg ins Mobilfunkgeschäft

Die geplante Fusion der österreichischen Mobilfunkanbieter Orange und Drei lockt neue Wettbewerber auf den umkämpften Markt. Grund dafür sind Zugeständnisse von Hutchison, im Gegenzug für die Übernahme von Orange sein Netz an Quereinsteiger ohne eigenes Netz zu vermieten. Der Festnetz-Anbieter Tele2 prüft derzeit einen solchen Quereinstieg.

Wie

, hat Drei den Behörden Maßnahmen angeboten, um die Bedenken zu entkräften. So hat Hutchison etwa angeboten, den diskriminierungsfreien Zugang von virtuellen Netzbetreibern (Mobile Virtual Network Operators) zu "extrem attraktiven Konditionen" zu ermöglichen. Dieses Angebot würde derzeit "einen großen Player" betreffen, hieß es am Sonntag. Nun bestätigte Tele 2 sein Interesse.

Konvergente Produkte aus Mobilfunk und Festnetz
Tele2-Chef Alfred Pufitsch meinte im APA-Gespräch: „Die Tele2-Gruppe macht 75 Prozent des Umsatzes mit Mobilfunk. Tele 2 Österreich hat guten Cash generiert, da liegt es nahe weiter zu wachsen." Es gäbe Gespräche, das Thema sei aber sehr umfangreich. Sollte es zu einer Einigung kommen, dann dauere es vom Zeitpunkt der Rechtssicherheit noch sechs bis zwölf Monate bis man die Dienste auch anbieten könne. Es gehe jedenfalls nicht darum, den Preiskampf weiter anzuheizen, sondern den Kunden konvergente Produkte aus Mobilfunk und Festnetz anzubieten.

Einem Bericht des "Wirtschaftsblatts" zufolge soll auch UPC daran interessiert sein, das Netz von Drei als „virtueller Mobilfunkanbieter" zu nutzen. Sie würden dann lediglich die Masteninfrastruktur von Drei verwenden, aber auf eigene Rechnung und als eigene Marke auftreten. Von UPC hieß es dazu am Mittwoch: „Wir werden die Diskussion rund um MVNO-Aktivitäten in Österreich genau verfolgen. Aus diesem Grund können wir darüber hinaus gehenden Informationen nicht anbieten."

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