B2B
14.08.2018

Tinder-Gründer verklagen Mutterkonzern auf 2 Milliarden Dollar

Die Dating-App sei im Jahr 2017 bewusst falsch bewertet worden, heißt es in der Klage der Tinder-Gründer.

Die Gründer von Tinder verklagen den aktuellen Besitzer der Dating-App, Match Group und dessen Mutterkonzern IAC/InterActiveCorp, auf mindestens zwei Milliarden Dollar Schadenersatz, wie unter anderem CNN berichtet. Demnach wurde die Klage am Dienstagabend bei einem Gericht in New York eingereicht.

Die Klage dreht sich um eine Bewertung von Tinders Marktwert durch diverse Banken im Jahr 2017. Diese wurde durchgeführt, um den Wert von Aktienoptionen für den für seine polarisierenden Aussagen bekannten Co-Gründer Sean Rad und andere Mitarbeiter zu berechnen.

Damals wurde der Wert von Tinder auf drei Milliarden Dollar festgelegt. In der Klage wird nun behauptet, dass IAC die Daten manipuliert habe – denn Tinder hatte bereits im Jahr 2015 einen Wert von drei Milliarden Dollar, konnte in den zwei Jahren jedoch ein enormes Wachstum verzeichnen. „Sie haben uns Milliarden gestohlen, indem sie uns nicht das gezahlt haben, was uns laut Vertrag zustehen würde“, sagt Rad im Interview mit CNN.

Vom IAC-Konzern, dem Tinder durch eine 80-prozentige Beteiligung an der Match Group gehört, gab es zunächst keine Stellungnahme. An der Börse gerieten die Aktien von IAC und Match unter Druck.

Die komplette Klagschrift kann unter diesem Link abgerufen werden.