B2B
28.06.2017

Toshiba strengt Milliardenklage gegen Western Digital an

Der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba will den geplanten Verkauf seiner florierenden Chipsparte vor Gericht durchboxen.

Die Japaner kündigten am Mittwoch an, Klage gegen den US-Partner Western Digital einzureichen, weil dieser die angestrebte Veräußerung des weltweit zweitgrößten Herstellers von Speicherchips (NAND) an ein von Japans Regierung angeführtes Konsortium störe. Toshiba fordert deshalb von seinem US-Partner 120 Milliarden Yen, das ist fast eine Milliarde Euro.

Die Firma Western Digital, die gemeinsam mit Toshiba das wichtigste Chip-Werk der Japaner betreiben, ist der Ansicht, dass sie einem Verkauf zustimmen müsste. Deshalb hatte der US-Konzern versucht, mit einer in den USA eingereichten Klage eine Veräußerung zu blockieren. In letzter Minute reichten die Amerikaner zudem erneut ein Gebot für die Chip-Einheit ein. An Toshibas Chipsparte sind unter anderem Apple, Dell und Foxconn interessiert. Auch der Finanzinvestor Bain hat Interesse und will 17 Milliarden Dollar für den Toshiba-Bereich auf den Tisch legen.