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10/11/2011

Twitter erwirbt Recht für Ausdruck "Tweet"

Werbefirma Twittad tritt Handelsmarke ab. Twitter zieht Klage zurück.

Das Ausdruck "tweeten" im Sinne von "eine Twitter-Botschaft versenden" ist allgemein gebräuchlich. Bisher hielt allerdings nicht Twitter die Rechte zur Verwendung des Begriffs, sondern die US-Werbefirma Twittad. Nachdem Twitter vor einem Monat eine Klage gegen das in Des Moines, Iowa, ansässige Twittad eingereicht hatte, ist es nun zu einer Einigung gekommen. Twitter darf nun erstmals offiziell das Wort "tweeten" (im Original "tweet") verwenden, berichtet das Wall Street Journal.

Twittad war Twitter bei der Registrierung des Begriffs zuvorgekommen. Dennoch war der Ausdruck bereits bekannt und mit Twitter verknüpft, bevor die notwendige "trademark application" beim US-Patentamt eingereicht wurde, argumentierte Twitter vor Gericht. Sollte ein anderes Unternehmen das Recht auf "tweet" erhalten, würde dies eine Zugangsverweigerung für den Gebrauch der eigenen Marke bedeuten, so der Kurzblog-Dienst, der seit 2009 um das Wort kämpft.

Ob beim Vergleich mit Twittad Geld floss, ließ sich dessen CEO, James Eliason, nicht entlocken. Twittad bietet bisher ca. 27.000 Twitter-Nutzern Geld für das Aussenden von Werbe-Botschaften. Von der Klage befreit, wird das Unternehmen seine bisherige Tätigkeit fortsetzen können. Twitter-Sprecherin Lynn Fox dazu: "Wir haben eine Lösung mit Twittad erreicht, die den bleibenden Einsatz von `Tweet` anerkennt, während der weitergehende Erfolg von Partnern des Twitter-Ökosystems, wie Twittad, unterstützt wird."

"Die Moral von der Geschichte", meint Twittad-Chef Eliason: "Schau, dass du dir alles gesetzlich und durch Patente schützen lässt."