B2B
04.11.2013

Twitter will mehr Geld beim Börsegang und verteuert Aktien

Der Online-Dienst Twitter will angesichts guter Nachfrage mehr Geld pro Aktie als ursprünglich geplant. Im vergangenen Jahr hatte Facebook allerdings so den Bogen überspannt.

Erst wollte Twitter eine Milliarde Dollar beim Börsengang einnehmen, jetzt könnten es zwei Milliarden werden - denn das Online-Netzwerk macht seine Aktien teurer. Der Kurznachrichtendienst hob am Montag die Preisspanne für ein einzelnes Papier auf 23 bis 25 Dollar an. Insgesamt könnte der Börsengang damit mehr als 2 Milliarden Dollar schwer werden, wie aus dem aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht. Zuletzt hatte Twitter einen Preis von 17 bis 20 Dollar pro Aktie angestrebt. Die Erhöhung dürfte auf eine rege Nachfrage hinweisen. Die Twitter-Führungsriege tourte durch die USA, um Anlegern die Papiere schmackhaft zu machen. Bislang wollte Twitter bis zu 1,6 Milliarden Dollar bei dem Börsengang einsammeln. Das Unternehmen will 70 Millionen Anteilsscheine platzieren, plus eine sogenannte Mehrzuteilungsoption von 10,5 Millionen Aktien, wenn die Nachfrage entsprechend stark ist.

Börsegang diese Woche

Laut US-Medien könnte Twitter schon am Donnerstag an die Börse gehen. Offiziell wird das Datum erst am Vorabend bekanntgegeben. Twitters Schritt aufs Parkett ist der größte Internet-Börsengang seit dem von Facebook im Mai vergangenen Jahres. Das Soziale Netzwerk hatte damals 16 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt eingesammelt. Facebook mit zuletzt 1,15 Milliarden Mitgliedern ist deutlich größer als Twitter mit gut 230 Millionen aktiven Nutzern. Der Kurznachrichtendienst verliert zudem weiterhin Geld, allein die ersten neun Monate dieses Jahres brachten ein Minus von 134 Millionen Dollar.