B2B
23.11.2014

Uber: Ortskenntnis für Taxifahrer überflüssig

Der Fahrtendienst Uber will gesetzliche Hürden abbauen, die zur Berechtigung von Personenbeförderungen bestehen. Die Gesetze seien aus den 60er-Jahren und nicht zeitgemäß.

In einem Interview mit der FAZ hat Uber-Deutschlandchef auf eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes in Deutschland gedrängt. „Das sind ziemlich alte Gesetze aus den 60er Jahren, die nicht mehr ins heutige Zeitalter mit Smartphones und Satellitennavigation passen“, sagte Uber-Deutschlandchef. So sei eine Ortskenntnisprüfung in Zeiten der Satellitennavigation überflüssig, sagte Nestmann.

Minijob Taxifahrer

Auch Gesundheitsvorschriften stellte er infrage: „Für sechs oder zehn Stunden Fahrdienst in der Woche muss man kein durchtrainierter Triathlet sein.“ Ein Höchstalter für Fahrer könne er sich aber vorstellen. Nach den Uber-Vorschlägen sollte außerdem ein Minijob für selbstständige Taxifahrer eingeführt werden. Bei Umsätzen von maximal 450 Euro im Monat sollte eine vereinfachte Besteuerung gelten wie für schon existierende Minijobber.

Außerdem würden Fahrten bis zu dieser Grenze als private Gelegenheitsfahrten gelten, schreibt die Zeitung. Sie müssten dann nicht die Regeln des Gewerberechts erfüllen. Die Fahrer bräuchten dann auch keinen Personenbeförderungsschein.

Taxivertreter gegen Uber

Uber wird derzeit vor allem in Deutschland heftig vom etablierten Taxi-Gewerbe bekämpft. Uber wird unfairer Wettbewerb vorgeworfen, weil der Fahrten-Vermittler gesetzliche Vorschriften aushebele. Uber-Fahrer hätten keine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz, damit werde der Wettbewerb verzerrt.