Screenshot von der Palantir-Webseite

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B2B
12/07/2013

US-Geheimdienst-Dienstleister Palantir ist Milliarden wert

Laut einem Medienbericht soll Palantir rund neun Milliarden Dollar wert sein. Zu den Kunden des Big-Data-Unternehmens zählen die CIA und das FBI.

Hightech-Schnüffeln lohnt sich offenbar: Der Big-Data-Dienstleister Palantir, zu dessen Kunden US-Behörden wie der Geheimdienst CIA und das FBI gehören, wurde bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit 9 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro) bewertet. Die kalifornische Firma selbst gab nur eine Investition von knapp 58 Mio. Dollar bekannt. Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert.

Die "Financial Times" und das "Wall Street Journal"-Blog "Digits" berichteten aber unter Berufung auf informierte Personen von der neuen Milliarden-Bewertung. Es sei ein Sprung von 50 Prozent seit der vergangenen Finanzierungsrunde vor drei Monaten, schrieb "Digits". Im September seien die Investoren bei einer Finanzspritze von knapp 200 Millionen Dollar noch von einem Unternehmenswert bei 6 Milliarden Dollar ausgegangen.

Unklar woher die Gelder kommen

Die jetzige Finanzierungsrunde könne auf rund 100 Millionen Dollar ausgedehnt werden, hieß es. Die Namen der Investoren hätten nicht in Erfahrung gebracht werden können. Seit der Gründung 2004 habe die Firma rund 650 Millionen Dollar eingesammelt.

Palantir wird auch immer wieder mit dem berüchtigten Überwachungs-Apparat des US-Geheimdiensts NSA in Verbindung gebracht. Das Unternehmen betonte mehrfach, dass seine Analyse-Software Prism nichts mit dem gleichnamigen NSA-Überwachungsprogramm zu tun habe.

Pharma-Konzerne

Palantir bietet sein Know-How bei der Datenauswertung inzwischen unter anderem auch Banken und der Pharma-Industrie an. Das Geschäft mit der Privatwirtschaft macht inzwischen dem „Wall Street Journal“ zufolge rund 60 Prozent der Umsätze aus, die in diesem Jahr 450 Millionen Dollar erreichen sollen. Palantir schreibe Verluste, die Zahl der Mitarbeiter sei von 700 vor einem Jahr auf 1200 gestiegen. hieß es.

Die Firma entstand seinerzeit aus dem Versuch, die Technologie des Bezahldienstes PayPal zur Betrugsvermeidung auf den Antiterror-Kampf anzuwenden. Größter Aktionär ist laut Medienberichten der PayPal-Mitgründer und Risikoinvestor Peter Thiel.