Der neue VÖSI-Vorstand

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B2B
10/08/2014

VÖSI präsentiert neuen Vorstand und neue Ziele

Der Verband österreichischer Software Industrie (VÖSI) hat einen neuen Vorstand gewählt, der seine Ziele mit neuen Konzepten weiterentwickeln will..

Den Verband österreichischer Software Industrie gibt es bereits seit beinahe 30 Jahren. Die Zahl der vertretenen Unternehmen ist zuletzt gesunken und die Forderungen, die gegenüber der Politik gestellt wurden, sind nicht immer gehört worden. Deshalb will der VÖSI jetzt neue Wege einschlagen. Als Initialzündung hat der Verband deshalb einen neuen Vorstand gewählt.

Peter Lieber von SparxSystems ist ab sofort Präsident der Organisation, Klaus Veselko von Software Quality Lab und Andreas Rosenthal von TechTalk sind seine Vertreter. Gerhard Bozek von Atos, Peter Fleischmann von Infrasoft und Gerhard Göschl von Microsoft komplettieren das neue Führungsgremium.

Neue Verknüpfung

Der VÖSI soll sich auf die Interessen jener Unternehmen konzentrieren, die entweder reproduzierbare Software herstellen oder Mitarbeiter beschäftigen, die dazu beitragen. "Diese Firmen wollen wir ansprechen und so auch neue Mitglieder gewinnen. 50 bis 60 Mitglieder wären das Ziel, derzeit sind wir bei 30", erklärt Peter Lieber im Rahmen einer Pressekonferenz.

Durch die wachsende Bedeutung von Software in verschiedensten Bereichen werden auch Kooperationen mit anderen Industriezweigen zunehmend interessant, von der Autoindustrie bis zur Werkzeugmacher-Branche. "Software ist überall. In Österreich ist sie nach dem Tourismus bereits der zweitwichtigste Wirtschaftszweig, was die Wertschöpfung angeht. Dabei wird die Industrie gerade erst erwachsen", so Lieber.

Zukunftspläne

Um diese Entwicklung bestmöglich zu fördern, muss sich nach Ansicht des VÖSI aber einiges im Land ändern. "Vor allem in der Bildung gibt es einiges zu tun. Jeder sollte zumindest die Grundzüge von Informationstechnologie und Software in der Schule beigebracht bekommen, das gehört in die Mittelschule, wie der Aufklärungsunterricht", sagt Lieber. Nur so seien Menschen später in der Lage, ihre Ansprüche an Software auch korrekt artikulieren.

Dieser und andere Wünsche des Verbands österreichischer Software Industrie sollen in Zukunft aber nicht mehr in einem Katalog mit Forderungen zusammengetragen werden. Stattdessen wird bis Ende des Jahres ein Manifest entstehen, das die Vision des VÖSI zusammenfasst. "Es ist immer besser, aktiv etwas Positives zu schaffen, als nur passiv zu fordern", sagt Lieber.

Mehr Nachdruck

Um den eigenen Vorstellungen mehr Durchschlagskraft zu verleihen, will der VÖSI künftig auch verstärkt mit anderen Branchenverbänden und Interessensvertretungen auf nationaler und europäischer Ebene zusammenarbeiten. Forschungseinrichtungen und Hochschulen sollen ebenfalls stärker mit der Industrie verknüpft werden. Datenschutzgesetze und der Ausbau der technischen Infrastruktur im Land sind etwa Themen, zu denen der VÖSI in Zukunft Stellung beziehen will.

Durch eine Reihe von Veranstaltungen in den kommenden Wochen und Monaten soll die neue, aktivere Phase des VÖSI zusätzlich angeschoben werden. Die Themen mit denen sich die Branche intern gerade befasst, sind die Nutzung großer, unstrukturierter Datenmengen. "Das werden wir in den kommenden Jahren in den Griff bekommen. Bei der Cloud ist das bereits geschehen, als nächstes wird es um das Internet der Dinge gehen", sagt Lieber.