Präsentation Surface-Tablet

© David McNew/Reuters

Surface
06/25/2012

Warum Microsoft auf eigene Hardware setzt

Microsoft hat vergangene Woche seine "Surface"-Tablets vorgestellt. Es war allerdings nicht das erste Mal, dass der US-Konzern interessiert war, in den Tablet-Markt einzusteigen. Doch der Versuch scheiterte Kooperation mit den Hardware-Partnern.

Warum setzt Microsoft bei seinen Tablets

auf eigene Hardware und vertraut nicht seinen Kunden und Partnern, vertrauten PC-Herstellern? Laut einem Bericht der"New York Times"ist vor allem das Scheitern der Zusammenarbeit mit HP Schuld daran. Abgesehen von Bill Gates "Windows XP Tablet Edition" im Jahr 2002, versuchte Microsoft zusammen mit HP ein Tablet auf den Markt zu bringen. Der Slate 500 wurde zur CES 2010 für Ende des Jahres angekündigt, doch die Kooperation scheiterte.

Das Tablet wurde als heiß, dick und einer schlechten Kombination aus Hard- und Software von Anfang an - noch im Entwicklungsprozess - verdammt. HP hatte Microsoft außerdem vorgeworfen, zu wenig zu tun, um eine für Touch-Geräte bessere Version von Windows 7 zu entwickeln. Die Icons waren zu klein und das On-Screen-Keyboard in Windows 7 funktionierte nicht richtig. Mit dem Kauf von Palm und WebOS von HP musste Microsoft handeln.

Verhandlungen mit anderen Hardware-Herstellern scheiterten meist am Design oder Preis, berichtet die "New York Times". Der Glaube, mit anderen Herstellern zum Erfolg zu kommen, verließ den Konzern immer mehr. Der Konzern begann, nach einem Material zu suchen, das für die Hardware-Herstellung geeignet war. Mit VaporMG fand der Konzern schließlich ein Material, das auf einer Magnesiumlegierung basiert, die geschmolzen in eine Form gepresst wird, ähnlich wie beim Kunststoffformen.

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