Digital-Life
06.07.2012

13-Jähriger wegen Computervirus verhaftet

In Japan ist bereits das Programmieren von Schadsoftware unter Strafe gestellt.

Laut der japanischen Tageszeitung Yomiuiri Shimbun (Google-Translate-Übersetzung) wurde der 13-Jährige in Kyoto verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, einen Computervirus entworfen und ein einschlägiges Internetforum betrieben zu haben. Bei dem Schadprogramm soll es sich um einen Shut-Down-Virus handeln, der das System immer wieder zum Abstürzen bringt. Gleichzeitig wurde auch ein 23-jähriger Bauarbeiter festgenommen, der dem Jungen diese Fähigkeiten beigebracht haben soll.

In Japan ist es seit 2011 strafbar, Computerviren zu entwickeln. Auch wenn man die Programme nicht veröffentlicht, sondern nur auf dem eigenen PC speichert, kann man bestraft werden.

Der Unmut über die Vorgehensweisen der japanischen Regierung ist groß. Die Kriminalisierung würde die Privatsphähre und Kommunikationsfreiheit eines jeden Japaners gefährden, sagen Kritiker.