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Statistik 83 Millionen Fake-Nutzer auf Facebook.

Foto: dpa
8,7 Prozent der 955 Millionen Nutzerprofile sind "Fake". Das gab Facebook nun bekannt. Das Soziale Netzwerk rechnet hier aber auch doppelte Accounts und Profile von Tieren hinzu. Lediglich 1,5 Prozent würden tatsächlich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen und beispielsweise zum Spamming missbraucht.

Das Soziale Netzwerk gab neue Details zum Nutzungsverhalten seiner insgesamt bereits mehr als 955 Millionen Mitglieder bekannt. Demnach würden knapp 20 Prozent, insgesamt 102 Millionen Nutzer, ausschließlich über ein mobiles Gerät nutzen. Des weiteren ging man erstmals seit März wieder auf Fake-Accounts ein. Laut Facebook wurden 8,7 Prozent der Profile, umgerechnet knapp 83 Millionen Accounts, unter falschen Bedingungen angelegt. Das mag auf den ersten Blick wie ein massiver Anstieg wirken, da im März noch "zwischen fünf und sechs Prozent" Fake-Accounts sein sollten, doch Facebook hat nun offenbar auch seine Berechnungsmethode geändert.

Viele Doppel-Accounts
Wurden zuvor lediglich "doppelte und falsche" Nutzer als Fake-Accounts gezählt, so wird nun in drei Kategorien unterschieden: doppelte Accounts, Accounts mit falschen Angaben sowie "unerwünschte" Accounts. Doppelte Accounts machen mit 4,8 Prozent den Löwenanteil aus. Unter Accounts mit falschen Angaben versteht Facebook zum Beispiel Profile für Haustiere, davon sind insgesamt 2,4 Prozent betroffen. Unerwünschte Accounts sind Nutzerprofile, die gegen Facebooks Nutzungsbedingungen verstoßen und beispielsweise zum Spamming missbraucht werden.

Facebook-Werbung unter Druck
Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt zu einem für Facebook kritischen Zeitpunkt. Die Aktie erreichte mit einem Wert von knapp 20 US-Dollar einen neuen Tiefpunkt und kann nach wie vor die Anleger nicht überzeugen. Auch die Tatsache, dass das US-Unternehmen Limited Run diese Woche bekannt gab, dass 80 Prozent der Klicks auf Facebook-Werbung von Bots kommen würde, dürfte keine positiven Auswirkungen auf den Aktienkurs des Unternehmens gehabt haben. Das Unternehmen bezichtigte zwar nicht Facebook, diese Klicks künstlich zu generieren, zog aber daraufhin seinen Facebook-Auftritt zurück und stellte Werbung auf dem Sozialen Netzwerk ein.

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(futurezone) Erstellt am 02.08.2012, 12:00

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