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Betrügereien AK warnt vor immer raffinierterem Phishing.

„Microsoft ruft ganz sicher nicht an“
„Microsoft ruft ganz sicher nicht an“ - Foto: APA/EPA/JULIAN STRATENSCHULTE
Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern und gefakte Zahlungsaufträge von eBay und PayPal. Die steirische AK rät daher zur Vorsicht.

Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Steiermark warnen vor immer raffinierterem Phishing, also Datenausspäh-Versuchen: Wie es in einer Aussendung am Freitag hieß, sei man zuletzt von zahlreichen Personen kontaktiert worden, weil angebliche Microsoft-Mitarbeiter bei ihnen anriefen bzw. sie per E-Mail aufgefordert wurden, vermeintliche Zahlungsaufträge von PayPal und eBay auszuführen.

Dubiose Anrufe

„Microsoft ruft ganz sicher nicht an“, so die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Bettina Schrittwieser. Die Betrugsversuche erfolgten meist in schlechtem Deutsch oder auf Englisch, wobei den Konsumenten erklärt werde, dass ihr PC von einem Virus befallen sei und sie für eine neue Anti-Viren-Software den Betrag von 25 Euro überweisen müssten.

Einen Steirer hat der Anruf eines vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiters 700 Euro gekostet, weil er sich zu einer Überweisung per Online-Banking überreden ließ. Die betreffende Bank hat dem Geschädigten die Summe bis auf 150 Euro - wegen leicht fahrlässiger Verletzung der Sorgfaltspflicht - mittlerweile gutgeschrieben.

Vorfälle häufen sich

In den vergangenen Tagen hätten sich auch Berichte über eine weitere „Kontoplünderungsmasche“ per E-Mail gehäuft, so die AK. Konsumenten erhielten angebliche Zahlungsaufträge von PayPal und eBay und sollen umgehend Beträge in unterschiedlicher Höhe überweisen.

„Nicht verunsichern lassen und nichts einzahlen, wenn nichts bestellt wurde“, rät Schrittwieser. Außerdem sollte man keine Datenanhänge öffnen, weil diese oft Schadsoftware enthalten: „Der beste Tipp: Solche Mails sofort löschen.“

Software-Betrug auch in Oberösterreich

Vor allem in Oberösterreich war es in den vergangenen Wochen und Monaten zu einer Reihe ähnlicher Vorfälle gekommen. Auch dabei gaben sich die Betrüger als Mitarbeiter eines Software-Unternehmens aus und manipulierten Computer per Fernzugriff.

Die Polizei appellierte an die Bevölkerung: Jeder müsse misstrauisch sein, wenn er ohne erkennbaren Anlass von einem angeblichen EDV-Support-Mitarbeiter angerufen wird. Die Exekutive warnte ausdrücklich davor, sensible Daten am Telefon preiszugeben.

(APA) Erstellt am 22.08.2014, 09:49

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