Digital Life
11.09.2014

Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter betrog Pensionisten

Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter erbeutete per Telefon 226 Euro von einem niederösterreichischen Pensionisten. Zuletzt gab es mehrere dieser Fälle in Österreich.

Einer laut NÖ Landespolizeidirektion neuen Betrugsform via Internet ist ein Pensionist im Waldviertel aufgesessen. Nachdem der Mann angeblich von Microsoft gesendeten E-Mails, laut denen er einen Link öffnen sollte, misstraut und diese gelöscht hatte, erhielt er einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters der Software-Firma, der ihm erklärte, Viren am Computer beseitigen zu wollen.

226 statt 10 Euro

Der nahezu akzentfrei englisch sprechende Unbekannte verschaffte sich schließlich per Team-Viewer Zugang zum Gerät und verlangte nach Abschluss der „Arbeiten“ die Zahlung von zehn Euro mittels Kreditkarte. Nach Bekanntgabe seiner Daten bemerkte der Pensionist allerdings, dass der zu überweisende Betrag auf 226 Euro geändert worden war, als Bankinstitut schien die Western Union Bank auf. Daraufhin ließ der Pensionist sofort seine Kreditkarte sperren.

Microsoft ruft Sie nicht an

Anlässlich dieses Falls von Computerkriminalität warnt die Polizei davor, telefonisch einem Team-Viewing zuzustimmen und Bankdaten bekannt zu geben. Vielmehr sollte man derartige Anrufe sofort abbrechen. „Microsoft und andere Software-Firmen nehmen mit den Nutzern ihrer Produkte grundsätzlich keinen direkten Kontakt auf, wenn das von den Computerbenutzern nicht zuvor ausdrücklich gewünscht wurde“, betonte die Landespolizeidirektion.