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San Francisco
06/13/2011

Apple-Store-Arbeiter will Gewerkschaft gründen

Der 30-jährige Cory Moll will für bessere Löhne für die weltweit 30.000 Store-Mitarbeiter kämpfen. Noch aber hat er keine Bewegung auslösen können und muss erst die als sehr loyal geltenden Apple-Angestellten von seiner Idee überzeugen. In der US-Technikbranche haben Arbeiterorganisationen generell einen schlechten Stand.

Wie Reuters berichtet, will der 30-jährige Apple-Store-Mitarbeiter Cory Moll aus San Francisco eine Gewerkschaft gründen. Er will für bessere Löhne kämpfen und gegen "unfaire Praktiken" der Firma vorgehen. Moll ist seit vier Jahren bei Apple, dem größten Hightech-Unternehmen der Welt mit Rekordumsätzen, beschäftigt. Trotzdem würde er nur 14 Dollar pro Stunde verdienen und damit nur knapp mehr als den Mindestlohn in San Francisco von 9,92 Dollar pro Stunde bekommen.

Erst hatte Moll seit Mai über eine Webseite sowie Facebook und Twitter die Idee verbreiten wollen - mit wenig Erfolg. Indem er jetzt an die Öffentlichkeit geht, will er die als sehr loyal geltenden Apple-Store-Mitarbeiter zum Umdenken bewegen. "Ich glaube nicht, dass ich mehr als 50 Prozent der Store-Mitarbeiter als Unterstützer bekomme, aber wenn die Leute zu diskutieren beginnen, könnten es zumindest in einigen Stores knapp so viele werden", so Moll zu Reuters.

Weltweit beschäftigt Apple 30.000 Mitarbeiter in 325 Apple Stores. Gewerkschaften sind im Silicon Valley nahezu unbekannt, in den USA ist der Anteil der Gewerschaftsmitglieder seit 1983 von 20,1 Prozent auf 11,9 Prozent im Vorjahr gesunken, wie Reuters schreibt.

 

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