Digital Life 29.09.2017

Apple widerspricht US-Behörde: Keine Radio-Chips verbaut

© Bild: AP/Mark Lennihan

Die US-Telekommunikationsbehörde verlangte von Apple im Katastrophenfall Hardware zu aktivieren, die gar nicht verbaut ist.

Vor kurzem wurde Apple vom Vorsitzenden der US-Telekommunikationsbehörde Ajit Pai aufgefordert, im Katastrophenfall die FM-Funk-Chips in seinen iPhones zu aktivieren. Der Auslöser dafür waren die Hurrikans Irma und Harvey. Mittlerweile hat das kalifornische IT-Unternehmen auf den Appell der Federal Communications Commission (FCC) reagiert. Die Antwort von Apple dürfte die FCC jedoch nicht zufriedenstellen.

Technisch nicht möglich

Seit dem iPhone 6S wurden nämlich keine FM-Funk-Chips mehr verbaut. Apple wurde somit aufgefordert, etwas zu aktivieren, das seit 2014 nicht mehr eingebaut wurde. Gerade die FCC, die alle funkfähigen Geräte vor dem Marktstart in den USA gründlich testet, hätte also wissen müssen, dass die iPhones der letzten Generationen keine Möglichkeit bieten, FM-Radio zu empfangen.

Neben der fehlenden Technik, müssten User außerdem zuerst eine passende App herunterladen und ein Kabelheadset als Antenne verwenden, im Katastrophenfall ohne Netz und ohne Kopfhöreranschluss ein unmögliches Unterfangen. Bei vielen älteren Geräten reicht wiederum die Hardware nicht aus.

Pai, der nicht-aktivierte Radio-Chips in Smartphones schon länger kritisiert, steht nun selbst in der Kritik für seine Forderung. Ihm wird vorgeworfen, damit von der mangelnden Leistung der FCC bei der Wiederherstellung des Funknetzes nach den Stürmen Harvey, Irma und Maria ablenken zu wollen.

( futurezone ) Erstellt am 29.09.2017