Digital Life
03.02.2014

Apple will Solarzellen für iPhone und Smartwatch einsetzen

Der Wearable-Hype verlangt kleinere, flexiblere und stärkere Akkus. Apple forscht an Solarzellen, auch für Google hat die Batterie-Entwicklung Priorität.

Die Batterie ist das Sorgenkind der IT-Industrie. Im Wearable-Hype stellen die meist schweren Komponenten ein großes Problem dar. Smartphone-Akkus müssen täglich aufgeladen werden. Werden die Akkus noch kleiner, leidet meist auch die Betriebszeit. Wie die New York Times berichtet, sollen Akkus in Zukunft in einer ganzen Reihe von Formen integriert werden, etwa elastischen Armbändern für Smartwatches. Die großen Mobilgeräte-Hersteller forschen daher an neuen Lösungswegen.

Smartwatch-Glas mit Solarzellen

Apple experimentiert beispielsweise an einem gekrümmten Glas-Display für eine Smartwatch, das Solarzellen enthält. Dies soll dazu führen, dass das Gerät bei Tageslicht Strom selbst erzeugt und damit die Akku-Kapazität erhöht. In der Vergangenheit haben sich Solarzellen auf Mobilgeräten allerdings nicht bewährt. Benutzer führen diese meist in Taschen mit sich. Die Geräte sind daher kaum dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt.

Eine weitere Energiegewinnungsmethode, an der Apple forscht, ist jene durch Bewegung. Wie bei Armbanduhren sollen kleine Generatoren Strom aus Bewegungsenergie gewinnen. Gespeichert wird der Strom unter Umständen in flexiblen Akkus. Apple wurde im Juli 2013 ein entsprechendes Patent genehmigt. Abgesehen von eingebauten Solarzellen, soll Apples Smartwatch drahtlos aufgeladen werden können. Induktionsladegeräte wurden in der Vergangenheit auch von Nokia forciert.

Mehr Akku-Kapazität

Google tüftelt währenddessen vor allem an einer Verbesserung der Akku-Kapazität. Samsung experimentiert angeblich mit festen Elektrolyten, die anstatt flüssiger Komponenten in einer Batterie verwendet werden können. Dadurch soll das Risiko von Explosionen und Bränden reduziert werden.

Mehrere Start-ups sind ebenfalls mit der Entwicklung neuer Energielösungen beschäftigt. Das US-Unternehmen Amprius arbeitet an Silizium-Komponenten, die Kohlenstoff in Batterien ersetzen sollen. An der Universität von Washington wird dagegen an der Umwandlung von Funksignalen in elektrische Energie gearbeitet. Mobiltelefone könnten dadurch, so die Vision, künftig durch WLAN- oder TV-Signale gespeist werden.