Die Fortsetzung des 3D-Spektakels Avatar kommt 2016 ins Kino

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Digitale Zukunft
05/14/2014

"Avatar 2 benötigt über 12 Petabyte Speicherplatz"

„Auch die beste Technologie kann einen schlechten Film nicht in einen guten verwandeln oder Schauspieler ersetzen“, sagt Avatar-Produzent Jon Landau zur futurezone.

von Martin Stepanek

Regisseur James Cameron ist bekannt dafür, mit seinen Mega-Blockbuster die technischen Möglichkeiten nicht nur auszureizen sondern völlig neue Wege in der Filmindustrie zu gehen. Avatar, der 2009 zum erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten wurde, gilt bis heute als der Film, bei dem 3D den Durchbruch feierte. Cameron tüftelte jahrelang an den technischen Voraussetzungen und entwickelte neue 3D-Kameras, ein virtuelles Kameraführungssystem und Motion-Capturing, um die Gesichtsausdrücke der Schauspieler digital einzufangen.

Zehn Mal so viele Daten

Über den Nachfolger, Avatar 2, der 2016 in die Kinos kommen soll, ist weiterhin wenig bekannt. Ersten Informationen zufolge soll der Film teilweise im Ozean und Unterwasser spielen, Cameron soll aus diesem Grund auch Tiefsee-Aufnahmen in 10.000 Metern Tiefe gedreht haben. Auf der EMC World vergangene Woche in Las Vegas verriet Avatar-Produzent Jon Landau nun zumindest, dass für den Nachfolger-Film in der Produktion etwa zehn Mal so viel Daten anfallen werden. "Für Teil eins haben wir etwa 180 Terabyte Speicher benötigt, nun sind es 2 Petabyte, also über 2000 Terabyte. Dazu kommen 10 Petabyte bei Weta Digital, die für die Special Effects und die visuelle Aufbereitung verantwortlich zeichnen", sagt Landau.

Die hohen Datenmengen ergeben sich neben dem hochauflösenden Filmmaterial - Avatar 2 und die geplanten zwei weiteren Filme sollen nicht nur in 4K, sondern auch wie Peter Jacksons Hobbit-Trilogie mit hohen Bildraten von mindestens 48 bis eventuell sogar 60 Bildern pro Sekunde gedreht werden - und den aufwändigen Spezialeffekten auch dadurch, dass die gesamte Produktion mittlerweile digital realisiert werde. Selbst alle Entwürfe und Design-Arbeiten in der Pre-Production würden mittlerweile digital angefertigt.

Keine geeigneten Codecs

"Man kann sich vorstellen, welche Anforderungen das für die Datenverarbeitung bedeutet, zumal Daten teilweise in Echtzeit gestreamt bzw. gesichert werden müssen", erklärt Landau. Da die Produktion in den USA und Neuseeland stattfinde, müsse das Material auch entsprechend hin- und hergeschickt bzw. online verfügbar gemacht werden, was über private Cloud-Lösungen realisiert wird. "Das ist eine große Herausforderung, zumal wir schon für Avatar eigentlich nicht die richtigen Codecs hatten, um Daten unseren Vorstellungen entsprechend zu komprimieren."

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dapdJames Cameron, director of the film "Avatar,"#34s discusses plans to open an Avatar-themed land,st at Animalimal Kingdom at Walt Disney World in Florida, at a news conference at Disney Imagineering in Glendale, Calif., Tuesday, Sept. 20, 2011. Its an

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dapdCast member Sigourney Weaver arrives at the premiere of "Abduction" in Los Angeles, Thursday, Sept. 15, 2011. "Abduction" opens in theaters Sept. 23, 2011. (Foto:Matt Sayles/AP/dapd)

EPAepa03304155 Jenna Harris takes a picture of a figure from the movie Avatar on the opening preview night of Comic-Con 2012 in San Diego, California, USA, 11 July 2012. EPA/DAVID MUANG

Producer Jon Landau and director James Cameron acc

Die digitale Distribution und Aufbereitung des Ultra-HD-Materials für diverse Medienkanäle und Abspielgeräte sieht Landau folglich auch als große Herausforderung für die Zukunft der Filmindustrie. "Natürlich muss man einen Film wie Avatar für mobile Geräte oder einen Videokonsolen-Hersteller, der Filme streamt, anders bereitstellen als im riesigen Kinosaal.

"Spontanität digital reproduzieren"

Auf die Frage der futurezone, ob die neuen technischen Möglichkeiten in Wahrheit nicht das Ende der Schauspielerei einläuten, meinte Landau: "Auch die beste Technologie kann einen schlechten Film nicht in einen guten verwandeln oder Schauspieler ersetzen. Natürlich gibt es bei den Dreharbeiten weiterhin diese spontanen, magischen Momente, die Schauspielern vielleicht nur einmal pro Szene gelingen. Mit der neuen Technologie kann diese Spontanität nun aber digital reproduziert werden - und zwar als Nahaufnahme oder aus anderen Blickwinkeln gefilmt, was eine große kreative Freiheit bedeutet."

Um die Zukunft des Kinos macht sich Landau indes keine Sorgen, im Gegenteil: "So viel Zeit unseres Lebens findet als isolierte Erfahrung statt. Das Schöne am Kinoerlebnis ist ja gerade, dass man gemeinsam mit vielen anderen einen Film erlebt, lacht und weint." Mobile Geräte seien hierfür kein Ersatz, sie könnten zukünftig aber auch im Kino dafür verwendet werden, um den Hauptfilm durch zusätzliche Filminhalte und Kreativelemente zu erweitern. Ob dies schon bei Avatar 2 der Fall sein werde, ließ Landau unbeantwortet.

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