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Experiment Bericht: Facebook-Wissenschaftler hatten kaum Grenzen.

Die lockeren Regeln wurden offenbar auch intern kritisiert und sollen nun verschärft werden
Die lockeren Regeln wurden offenbar auch intern kritisiert und sollen nun verschärft werden - Foto: dpa Armin Weigel
Das "Data Science"-Team, das das umstrittene Experiment durchgeführt hat, wurde laut Wall Street Journal kaum kontrolliert, einige Wissenschaftler arbeiten ohne Zustimmung.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat das „Data Science“-Team, das unter anderem das umstrittene Experiment zur emotionalen Übertragung durchgeführt hat, kaum Grenzen. „Jeder im Team könnte ein Experiment laufen lassen. Sie versuchen ständig, das Verhalten der Leute zu manipulieren“, so Andrew Ledvina, der dem Team vom Februar 2012 bis Juli 2013 angehörte.

Laut Ledvina wurden dermaßen oft Experimente durchgeführt, dass einige der rund 30 Team-Mitglieder besorgt waren, dass es Überschneidungen zwischen den Teilnehmern gibt. Einmal habe Ledvina sogar ein „kleines Experiment“ gemeinsam mit einem Produkt-Manager von Facebook durchgeführt, ohne irgendjemand anderen bei Facebook darüber zu benachrichtigen.

Regeln verschärft

Laut Facebook wurden die Vorgaben jedoch bereits Anfang 2014 verschärft, nun müssen alle wissenschaftlichen Untersuchungen von einem internen Panel geprüft werden. Das bestehe aus 50 Experten, die bei Facebook tätig sind, deren Namen sind aber nicht öffentlich. Gegenüber dem Wall Street Journal gab Facebook an, dass weitere Verschärfungen möglich seien. Seit 2007 wurden „mehrere hundert“ Untersuchungen durchgeführt, neben Facebook führen aber auch sehr viele andere IT-Konzerne ähnliche Studien durch. 

(futurezone) Erstellt am 03.07.2014, 07:59

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