Digital Life
06.09.2012

Bericht: Foxconn zwingt Studenten zu Praktikum

Der Auftragshersteller wird durch die Vorbereitungen für das iPhone 5 derzeit stark unter Druck gesetzt und holt sich nun sogar aus Universitäten billige Arbeitskräfte. Die Studenten werden laut mehreren Berichten zu einem mehrwöchigen "Praktikum" genötigt, das mit knapp 200 Euro entlohnt wird.

Die chinesischen Tageszeitungen Shanghai Daily und First Financial Daily melden, dass zahlreiche Studenten in Huai`an, einer Stadt im Osten Chinas, von ihren Universitäten zur Arbeit beim Auftragshersteller Foxconn gezwungen wurden. Dort hätten mehr als 200 Studenten unter dem Vorwand eines Praktikums sechs Tage die Woche, zwölf Stunden am Tag, für einen Lohn von 1.550 Yuan (knapp 200 Euro) arbeiten müssen. Die Universitäten drohten den Studenten bei Weigerung mit "Folgen für ihre akademische Laufbahn" und deuteten damit ein vorzeitiges Ende ihres Studiums an.

Unterstützung für Foxconn durch Professoren
Foxconn fehlen nach verschiedensten Meldungen knapp 10.000 Arbeiter um den Zeitplan von Apple einhalten zu können. Diese sucht man derzeit offenbar auch über derartige Methoden. Laut dem "China National Radio" haben einige Universitäten sogar den Unterricht für einige Monate ausgesetzt, zahlreiche Professoren haben öffentlich ihre Unterstützung für die Praktika ausgedrückt, da diese dadurch "Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln sowie neue individuelle Fähigkeiten entwickeln können."

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