Digital Life
17.01.2014

Beschlagnahmte Silk-Road-Bitcoins sollen versteigert werden

Die US-Staatsanwaltschaft hat knapp 30.000 Bitcoins im Wert von rund 20 Millionen Euro von Silk-Road-Servern beschlagnahmt.

Wie ein Sprecher der US-Staatsanwaltschaft gegenüber Forbes erklärte, sollen die Bitcoins zu einem noch unbekannten Zeitpunkt versteigert werden. Dabei handelt es sich um die erste staatliche Versteigerung der Online-Währung, die die US-Regierung jemals durchführt. Seit dem Schlag gegen die Schwarzmarkt-Plattform hat sich der Wert der Bitcoins aufgrund von Kursschwankungen noch zusätzlich gesteigert.

Da es keinen gesetzlich zertifizierte Bitcoin-Händler gibt, haben die Behörden laut Forbes keine legale Möglichkeit, die Bitcoins einfach in US-Dollar zu wechseln, weswegen eine Versteigerung die einzig logische Alternative sei.

Kurz nach der behördlichen Aktion gegen Silk Road wurde die öffentlich einsehbare Bitcoin-Wallet entdeckt, in der die Regierung die beschlagnahmten Coins aufbewahrt. Einige User nutzten diese Informationen und überwiesen winzige Mengen an Bitcoins an das Konto, um den Behörden im Zuge der Transaktion eine Botschaft zukommen zu lassen. Im Rahmen der Versteigerung der Bitcoins dürften auch die Gelder, die so angesammelt wurden, mitversteigert werden, wie Ars Technica

Dread Pirate Roberts

Der mutmaßliche Silk-Road-Chef Ross Ulbricht, der online unter dem Namen Dread Pirate Roberts bekannt war, ist nach wie vor in Untersuchungshaft. Aus seinem privaten Vermögen wurden laut Behördenangaben zusätzlich rund 144.000 Bitcoins vorübergehend beschlagnahmt. Auch diese könnten in Zukunft im Rahmen einer Auktion verkauft werden.