Digital Life
15.11.2013

Bill Gates: Impfstoffe statt Technik

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat digitaler Fortschritt nicht mehr oberste Priorität. Für ihn steht der Kampf gegen Malaria oder HIV im Vordergrund.

„In meiner Jugend habe ich von künstlicher Intelligenz und schlauer Software geträumt“, sagte Gates am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Heute drehen sich die Träume des 58-jährigen US-Amerikaners um Impfstoffe gegen Krankheiten wie Malaria oder HIV. „Für diese Dinge hoffe ich möglichst bald auf den großen Durchbruch.“

„Dinge dauern länger, als man möchte“

Mit der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung, die als die größte private Stiftung der Welt gilt, engagiert sich der Multimilliardär zusammen mit seiner Frau gegen Armut und Krankheiten. Das sei manchmal auch frustrierend. „Diese Dinge dauern viel länger, als man gerne möchte“, sagte Gates über die Forschung nach Impfstoffen, die seine Stiftung unterstützt.

Vernetzung "in den Top Ten"

Die Aussage von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dass die Vernetzung der Welt „eine der größten Herausforderungen unserer Generation“ sei, sieht der Technik-Pionier dementsprechend kritisch. „Ich würde sagen, es ist in den Top Ten“, sagte er und lachte. Gates zählt mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 70 Milliarden US-Dollar (52,18 Mrd. Euro) zu den reichsten Männern der Welt.