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Social Media
05/02/2011

Bin Laden: Todesmeldung war zuerst auf Twitter

Noch vor allen offiziellen Ankündigungen verbreitete sich die Nachricht über den Tod des al-Qaida-Führers wie ein Lauffeuer über Twitter. Journalisten und ehemalige Regierungsmitarbeiter bestätigten die Gerüchte noch im Vorfeld von Obamas Ansprache. Ein pakistanischer IT-Berater hat darüber hinaus unwissentlich live über den Militäreinsatz gegen bin Laden getwittert.

Nachdem bekannt wurde, dass sich Präsident Obama an die Öffentlichkeit wenden werde, kamen in Online-Netzwerken bereits erste Spekulationen zum Tod Bin Ladens auf. Rund 30 Minuten vor der Ansprache des Präsidenten wurden die Meldungen von Journalisten und ehemaligen Regierungsmitarbeitern über Twitter bestätigt und verbeiteten sich wie ein Lauffeuer über Twitter.

Um 21:45 Ortszeit in Washington informierte Dan Pfeiffer, Sprecher des Weißen Hauses, die Öffentlichkeit über den Microbloggingdienst, dass eine Presseansprache kurz bevor stehe, so hieß es in dem Tweet: „POTUS (Presidents of the United States, Anm.) wird sich um 22:30 an die Nation wenden“.

Kurz danach verbreiteten sich bereits erste Gerüchte über den möglich Tod des weltweit gesuchten Terroristen über das ganze Internet. Laut Brian Williams, Moderator bei NBC Nightly News, erhielten einige US-Journalisten darüber hinaus ein E-Mail mit dem dem kurzen Inhalt: „An die Arbeit“.

Ehemaliger Regierungsmitarbeiter bestätigte
Um 22:25, fünf Minuten bevor Obama schließlich vor die Fernsehkameras treten sollte, schrieb Keith Urbahn, ein enger Mitarbeiter des früheren US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld ebenfalls über Twitter: „Eine vertrauenswürdige Person hat mir mitgeteilt, dass sie Osama Bin Laden getötet haben“. Kurz danach ergänzte er noch, dass er nicht wisse wie vertrauenswürdig die Information ist.

Anschließend hat das Weiße Haus offenbar Medienanstalten über die Meldung informiert und CBS-Journalistin Jill Jackson bestätigte die Gerüchte mit dem Tweet: „Der Geheimdienstausschuss bestätigte, dass Osama Bin Laden tot ist. Die USA haben die Leiche“.

Lauffeuer
Die Tweets wurden hundertfach weiterverbreitet, Urbahn schrieb zwei Stunden danach, dass sein E-Mail Postfach mit Follower-Nachrichten überschwemmt werde. Als sich Obamas offizielle Ansprache um mehr als 30 Minuten verzögerte, war die Meldung bereits Top-Thema bei Twitter und anderen Online-Portalen. Zu diesem Zeitpunkt berichteten auch bereits konventionelle Medien über den Tod.

Auch in dem ortsbasierten Dienst Foursquare verbreitet sich die Meldung schnell, so checkten sich die Nutzer nach Bekanntwerden in neu erstellten Orten wie „Eine Welt nach Osama Bin Laden“ und „Osamapacolypse 2011“ ein.

Live-Tweets vom Militäreinsatz gegen bin Laden
Ein IT-Berater in Abbottabad, der pakistanischen Stadt wo bin Laden aufgespürt wurde, hat offenbar unwissentlich live über den Einsatz gegen den Terroristenführer getwittert. So berichtete er über einen ungewöhnlichen Helikoptereinsatz und anschließendem Bombenfeuer. Sei Account konnte in den Stunden nach Bekanntwerden der Details bereits mehrere tausend neue Follower verzeichnen.

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