China
03/21/2011

Blogger wegen Strahlenwarnung verurteilt

Chinese muss zehn Tage ins Gefängnis sowie ein Bußgeld zahlen

Die chinesischen Behörden haben einen Blogger zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt, weil er vor radioaktiv verseuchtem Trinkwasser im Zuge der Atomkatastrophe in Japan gewarnt hatte. Der Verdächtige habe im Polizeiverhör gestanden, das Gerücht im Internet aufgeschnappt und dann ohne weitere Prüfung weiterverbreitet zu haben, berichtete die staatliche Zeitung „Renmin Ribao“ am Montag auf ihrer Internetseite.

Der Blogger mit dem Nutzernamen „Alter Fischer“ habe eingeräumt, mit seinem Fehler nicht nur gegen die Gesetze verstoßen, sondern auch der Gesellschaft geschadet zu haben. Der Verurteilte muss auch ein Bußgeld von umgerechnet rund 50 Euro zahlen. Der Vorfall ereignete sich in der östlichen Provinz Zhejiang.

Nach dem Reaktorunglück im japanischen AKW Fukushima haben die Behörden nach eigenen Angaben bislang keine erhöhten Strahlenwerte in China festgestellt. Aus Japan importierte Lebensmittel werden aber gezielt auf radioaktive Verseuchung hin untersucht.

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