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Private Raumfahrt

Blue Origin will 2018 mit All-Tourismus starten

Blue Origin nennt sich das im Jahr 2000 gegründete Privatprojekt von Amazon-Chef Jeff Bezos, das sich der Eroberung des Weltraums widmet. Die Firma arbeitete bisher eher im Hintergrund, doch nun wurden erstmals Journalisten eingeladen, berichtet die New York Times. Jeff Bezos führte dabei durch die Firmengebäude in Kent, US-Bundesstaat Washington, und erzählte über die ambitionierten Pläne von Blue Origin.

Tourismus als Technologietreiber

Ab dem Jahr 2018 sollen Weltraum-Touristen mit einer selbstentwickelten Kapsel über die Karman Line, die mehr oder weniger offizielle Grenze zum Weltraum in 100 Kilometer Höhe geschossen werden. Die "New Shepard"-Kapsel kann jeweils sechs Personen aufnehmen. Der All-Tourismus soll die Entwicklung der Raketentechnologie vorantreiben. Aktuell wird an einem neuen Antrieb mit der Bezeichnung BE-4 gearbeitet.

Industrie im All

Jeff Bezos wälzt darüber hinaus Pläne, die bis in die ferne Zukunft reichen. Der All-Tourismus und "dutzende Male pro Jahr" stattfindende Raumflüge sollen künftig Missionen in die Tiefen des Alls ermöglichen. Bezos Vision: Von der Erde ausgelagerte Schwerindustrie, um den massiven Energiebedarf der Menschheit zu decken. Was sich dann noch auf der Erde befindet? "Universitäten, Häuser und so", meint Bezos.

Konkurrenz

In seinem Wettlauf um den All-Tourismus konkurriert Blue Origin vor allem mit Virgin Galactic. Das von Virgin-Gründer Richard Branson forcierte Unternehmen hat seit Jahren mit Verzögerungen und Rückschlägen zu kämpfen. Zuletzt wurde allerdings ein neues Raumschiff als Hoffnungsträger vorgestellt. Außerdem konkurriert Blue Origin mit SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk. Blue Origin schaffte es vor SpaceX, eine Rakete zu starten, sanft zu landen, wiederzuverwerten und nochmals in den Weltraum zu schießen.

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