© Ben Innes

Gefährlich
03/30/2016

Britischer Passagier macht Foto mit EgyptAir-Entführer

Der Entführer der EgyptAir-Maschine stellte sich rasch als harmlos heraus. So ergriff auch eine britische Geisel die Chance und ließ ein Foto mit dem Entführer machen.

Am Dienstag sorgte die Entführung einer EgyptAir-Maschine weltweit für Schlagzeilen. Doch rasch stellte sich heraus: Der vermeintliche Terroranschlag war die Tat eines "Idioten", wie ein Vertreter des ägyptischen Außenministeriums festhielt. Der 59-jährige ägyptische Mann hielt 62 Geiseln über mehrere Stunden fest und trug dabei einen falschen Sprengstoffgürtel, der aus Handyhüllen und Kabeln bestand. Er verlangte unter anderem, dass ein Brief an seine Ex-Frau aus Zypern übermittelt werde. Doch nahezu ebenso gefährlich wie die Tat des Mannes ist ein Foto mit dem Entführer, das nun um die Welt geht.

Darauf zu sehen: Der 26-jährige Brite Ben Innes, der sich unter den Geiseln befand, steht breit grinsend neben dem Attentäter. Auch der falsche Sprengstoffgürtel ist erkennbar. Das Foto entstand knapp eine halbe Stunde nachdem ein Großteil der Geiseln freigelassen wurde. Innes zählte zu jenen Geiseln, die bis zum Schluss an Bord ausharren mussten.

"Bestes Selfie aller Zeiten"

Gegenüber der britischen Tageszeitung Sun gibt Innes an, er wisse nicht, wieso er es getan hat. "Ich dachte mir, wenn seine Bombe echt ist, hätte ich ohnedies nichts zu verlieren, also habe ich die Chance ergriffen, um sie mir näher anzusehen." Ein Flugbegleiter habe seine Bitte um ein Selfie übersetzt und dem Täter vorgetragen. "Er hat einfach mit den Schultern gezuckt, um sein OK zu geben. Dann habe ich mich neben ihn gestellt und gelacht, während eine Stewardess den Schnappschuss gemacht hat. Das muss das beste Selfie aller Zeiten sein."

Innes verschwendete keine Zeit und verschickte das Foto rasch per WhatsApp an Freunde. Auch Online verbreitete sich die fälschlicherweise von vielen Nachrichtenangeboten als "Selfie" bezeichnete Aufnahme rasch. Das liegt auch daran, dass es sich dabei um eine der wenigen Aufnahmen des Täters handelt.