Digital Life
07.11.2013

Buntes Teilnehmerfeld bei Europa-Finale des IBM SmartCamp

Von Solarstrom, vernetzten Autos bis hin zu Maschinendaten: Am 8. November konkurrieren europäische Start-ups im Zuge des IBM SmartCamp um den Einzug ins weltweite Finale.

Am Freitag geht im Wiener Palais Auersperg das Europafinale des IBM SmartCamps über die Bühne. Den beiden Siegern winkt ein Flugticket in die USA zur die Teilnahme an der weltweiten Finalrunde, die im Februar 2014 im kalifornischen Silicon Valley stattfindet. Um sich für das Finale zu qualifizieren, müssen die Start-ups eine fünfköpfige Jury – bestehend aus internationalen IBM Executives und Branchenvertretern – von ihrer Geschäftsidee rund um die IT-Themen Big Data, Cloud und Mobile Business überzeugen. Daneben gibt es auch eine Online-Abstimmung für den People's Choice Award.

Der Pitch

Los geht es um 12:45 Uhr. Die Eröffnungsrede hält die Wiener Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Informations- und Kommunikationstechnologie, Barbara Novak. Daran anschließend werden die sieben europäischen Start-ups um die Wette pitchen. Bevor am späten Nachmittag die Finalteilnehmer gekürt werden, darf sich das Publikum auf eine Keynote von Julie Meyer, Gründerin und CEO von Ariadne Capital freuen. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet bei freiem Eintritt statt.

"Networking und Erfahrungsaustausch stehen beim Finale in Wien ganz oben auf der Agenda. Wir möchten daher alle Interessierten sehr herzlich einladen am 8. November dabei zu sein und sich vielleicht auch ein wenig inspirieren zu lassen von den innovativen Geschäftsideen, die im Palais Auersperg präsentiert werden“, sagt Tatjana Oppitz, Generaldirektorin von IBM Österreich.

Die Konkurrenten

Biicode steht für ein neues Open-Source-Ökosystem, in dem Quelldateien miteinander verknüpft sind und sich durch Aktualisierung direkter Abhängigkeiten gemeinsam weiterentwickeln. Jeder Quellcode, egal von wem er stammt, sollte sich von jedermann rasch nahtlos integrieren und verwenden lassen, so die Vision des spanischen Start-ups. Biicode analysiert Codes, findet fehlende Abhängigkeiten auf der Biicode-Plattform und lädt nur die erforderlichen Quellen herunter. Es sucht entsprechend den Vorgaben nach der jeweils passendsten Version und stellt die Kompatibilität zwischen allen Abhängigkeiten eines Projekts sicher.

LineMetrics aus Niederösterreich hat sich zum Ziel gesetzt Industrieunternehmen bei der Optimierung von Produktionsprozessen zu unterstützen und dabei die Erfassung von Maschinendaten so einfach wie möglich zu machen. Die LineMetrics Box, die selbst installiert werden kann, erlaubt die automatische Datenerfassung und -analyse, Echtzeit-Monitoring sowie die Visualisierung der aufgezeichneten Daten. Die Datenlogger-Box stellt vor allem für Klein- und Mittelbetrieben eine kostengünstige Lösung zur automatischen Erfassung von Maschinendaten dar. Das Start-up ist übrigens auch für einen futurezone-Award nominiert,

mad steht für “mobile assistet driving”-Technologie und wurde von der Augmentation Industries GmbH (AI) entwickelt. Es verbindet Fahrzeuge mit der Cloud. Dafür hat sich das deutsche Start-up eine einfache und kostengünstige Methode einfallen lassen: An die On-Board-Diagnostics-Schnittstelle wird ein Adapter angeschlossen, der sich kabellos mit dem Smartphone verbindet. Dadurch lassen sich sämtliche Fahrzeugdaten in Echtzeit auslesen und an die Cloud senden. Services wie Real-Time-Traffic-Information, Fahrerlogbuch, Notfall-Dienste oder Routenberechnung basierend auf Informationen anderer Fahrzeuge könnten dadurch enorm profitieren bzw erst ermöglicht werden.

Mirakl aus Frankreich hat sich auf die Entwicklung von Online-Marktplatzlösungen für den b2b- und b2c-Sektor spezialisiert. Mirakl bietet “Software as a Service” und unterstützt die Geschäftskunden bei der strategischen Planung und bei technischen Belangen. Galeries Lafayette, Nature et Découvertes, Medicanimal, Unibail-Rodamco, Aushopping und Godsavethekids sind bereits Kunden von Mirakl.

Nova Lumos aus Israel hat sich zum Ziel gesetzt, die rund 1,5 Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu einem Stromnetz haben, mit elektrischer Energie zu versorgen. Über die “home power station in a box” stellt das Unternehmen, in Kooperation mit Mobilfunkbetreibern, Solarstrom zu leistbaren Preisen zur Verfügung. Dieses neuartige Solar-Panel erlaubt es – je nach Bedarf – Elektrizität über das Mobiltelefon zu erwerben.

Shopa ist ein britisches Start-up, dessen Motto “Share products & earn cash with your friends” lautet. Shopa-Mitglieder können Geld verdienen, wenn sie auf ihren Social-Media-Kanälen Produkte posten und diese ihren Freunden empfehlen. Wenn Freunde diese Produkte kaufen, werden Shopa-Mitglieder finanziell belohnt. Die stetig wachsende Shopa-Datenbank besteht aus rund 100 Millionen Produkten der weltweit größten Marken. Mit dem Shopping-Netzwerk soll die digitale Mundpropaganda im Bereich des eCommerce auf eine neue Ebene gehoben werden.

Vivocha aus Italien hat eine Online-Interaktionsplattform entwickelt, die es Händlern ermöglicht direkt über ihre Website mit Interessenten und Kunden zu kommunizieren. Dabei setzt der Cloud-Dienst auf Kombinationen aus Chat, Click2Call, CallBack, Videos, WebLeads und unterschiedlichsten Collaboration Tools. Die Interaktionsplattform lässt sich direkt am Webstore einbinden. So können beispielsweise Kunden über einen Livechat Fragen stellen und sich beraten lassen.