Digital Life
25.08.2017

Chinesischer Bike-Sharing-Anbieter Ofo startet in Wien

Zum Start können die 200 Leihräder kostenlos verwendet werden. Fixe Stationen für die Rückgabe gibt es nicht, das Fahrrad kann überall abgestellt werden.

Wien ist um einen Leihfahrrad-Anbieter reicher. Das chinesische Unternehmen Ofo stellt ab Sonntag 200 Bikes in Wien zur Verfügung. Die knallgelben Gefährte können vorerst kostenlos genutzt werden, wie die Firma am Freitag bei der Präsentation betonte. Vergleichbar ist das System mit den "Free-Floating"-Anbietern in Sachen Carsharing.

Denn fixe Stationen gibt es - anders als etwa bei den "Citybikes" - für die Ofo-Drahtesel nicht. Sie dürfen überall dort abgestellt werden, wo es erlaubt ist, Fahrräder zu parken. Allerdings empfiehlt Ofo spezielle Parkzonen im Geschäftsgebiet. Wer dort seine Fahrt beendet, erhält Bonuspunkte. Das entsprechende Schloss ist jedenfalls mittels Handy-App und QR-Code zu öffnen.

Start in der Leopoldstadt

Zunächst startet eine einmonatige Testphase, wobei die Bikes in der Leopoldstadt verteilt werden. Nach der anschließenden Evaluierung sollen dann etwaige weitere Expansionspläne bekanntgegeben werden. Auch mit dem Gratisangebot ist es dann vorbei. Im regulären Betrieb kosten die Zweiräder 50 Cent pro 30 Minuten. Die Bezahlung erfolgt mittels Kreditkarte.

Ofo wurde 2014 in Peking gegründet und ist laut eigenen Angaben weltweit die erste und größte stationsfreie Fahrrad-Sharing-Plattform. Derzeit sind laut Unternehmensangaben mehr als acht Millionen Fahrräder in über 170 Städten in sieben Ländern im Einsatz. Mehr als 100 Millionen Nutzer sind registriert.

Bike-Sharing ohne Stationen ist umstritten, insbesondere da es in einigen Städten für Chaos sorgte. So verkam ein Testbetrieb des Konkurrenten oBike in London zur Katastrophe, zahlreiche Fahrräder wurden an unerlaubten oder gar unerreichbaren Orten abgestellt. So landete ein Fahrrad auf einer Insel im Park.